Herz-Jesu-Kirche

 

Erwähnenswertes zur Herz-Jesu-Kirche und ihrer Geschichte

Im BBV  wurde im Rahmen der Berichterstattung über die Bocholter Kirchen zur Herz-Jesu-Kirche folgendes geschrieben: Mit den Schlagworten „Messen unterm Fabrikdach“ und „eine Kirche mit bunt leuchtenden Fenstern“ und "Orgelpfeifen, die Attrappen sind“, wurde das Gotteshaus in der Giethorst plakativ vorgestellt.
Das Sheddach ist typisch für eine Fabrikhalle. Die Absicht des Erbauers der Herz-Jesu-Fabrik Prof. Bartmann:
„Wenn die Menschen ihren Glauben feiern, bedenken sie dabei ihr tägliches Leben.“
Übrigens wurden die farbigen Fenster in Maßwerk mit kleinen Nischen von Helmut Lander gestaltet. Ein großer wuchtiger Kirchtum, der die Siedlung beherrscht so
(Stadtbaurat Halbfas) wird aus diesem Grund „ein mächtiger Wächter“ genannt. Die unter dem Turm liegende Taufkapelle hat ein besonders erwähnenswertes großes buntes Fenster das die Teilung des roten Meeres wiedergibt und darum „Stab Moses teilt das Wasser“ genannt wird.
Die Herz-Jesu-Kirche wurde 1960 als Filialkirche von Liebfrauen errichtet, in deren Schoß sie nach 48 Jahren durch die verordnete Fusion von 4 Pfarrgemeinden wieder zurückkehrte. Die Baukosten beliefen sich auf 600.000 DM. Die Hälfte dieser Kosten hatten die Gläubigen aufzubringen. 1964 wurde der Kirchenraum um eine halbrunde Apsis mit farbigen Fenstern erweitert, eine sinnvolle und gelungene Verschönerung und Vergrößerung der Kirche. Der Altar wurde geteilt, sodass ein größerer und ein kleinerer Altar daraus entstanden. Der größer Altar wurde in die Mitte des Kirchenraumes gestellt, um nach den Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils die Gläubigen besser um den "Tisch der Herrn" versammeln zu können. Der kleinere Teil wurde zum Altar der seitlichen Kapelle, in der regelmäßig freitags Gottesdienst gehalten werden. Als Pfarrer Weidemann 1996 die Gemeinde übernahm, stand er vor einer weißen Wand, die zwischenzeitlich vor die Apsis gesetzt worden war und in der Gemeinde für heftigen Streit sorgte. Sie habe den Tabernakel verdeckt und wie ein „Brett vorm Kopf“ gewirkt. Das Konzept der Architekten sah eine Neugestaltung des Kirchenraumes vor: eine hellere Kirche durch weißen Anstrich, Verkleidung der Betondecke mit weiß lasiertem Holz, Altar in die Mitte gestellt, darüber eine lichtbringende neu gestaltete Dachlaterne, so Pfarrer N. Weidemann, habe die Gemeinde in Eigenleistung die Wand wieder geöffnet. Drei „offene Spitzbögen“ gestatten dem Kirchenbesucher wieder einen freien Blick auf die wunderbaren Fenster der Apsis und auf den Tabernakel.

Die farbigen Fenster in Maßwerk mit kleinen Nischen wurden von Helmut Lander gestaltet.

 

 

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Die bunten Glasfenster
in der halbrunden Apsis
 
1964 wurde der Kirchenraum
um eine halbrunde Apsis
mit farbigen Fenstern

erweitert, eine sinnvolle
und gelungene
Verschönerung und
Vergrößerung der Kirche.
Ein silberner Tabernakel
6 Silber-Leuchter
1 Silber-Leuchter ewiges Licht

 

Pyramidenförmiger
Basalt-Taufstein
(Künstler: Daubenspeck,
Emsdetten)
Höhe 90 cm, Umfang 3 m.
An den Ecken sind drei
gestaltete Dreiecksflächen
mit Umriss eines Frauenkörpers
mit fließenden Formen.
Der Bronzedeckel mit
eingelassenen Edelsteinen
und Elfenbein verziert,
zeigt in vier gleichen
Dreieicken vier Bilder:

1.) Die Arche Noahs, die mit einem grünen Zweig zurückkehrende Taube, die im mittleren Feld zu sehen ist und für die weiteren zwei Bilder ausschlaggebend ist.
(die grünen Steine stehen für den grünen Zweig)
 
2.) Die Taufe Jesu im Jordan.
Über IHM schwebt in Gestalt
einer Taube der Heilige Geist.
(4 blaue Steine für das Wasser).
3.) Maria bei der Herabkunft des
Heiligen Geistes am Pfingstfest.
(Rote Steine für die Feuerzungen)
4.) Der Heilige Geist in Form einer
Taube, der auf die drei außen
liegenden Bilder Bezug nimmt.
Ein schlichter Kreuzweg mit Figuren
aus Holz

14 Stationen
als Rundgang konzipiert.

Eine Holzplastik der
Madonna mit dem Jesuskind
von Heinrich Lückenkötter.

 

Die Orgel von Ewald Kienle
ist eine computer
gesteuerte
Resonatoren Orgel,  ein
dreimanualiges Instrument,
36 Registern, Hauptwerk,
Schwellwerk, Brustwerk und
Vollpedal. Das Prospekt
wurde passend dem Baustil
der Kirche zum Sheddach
von engagierten Gemeinde-
mitgliedern gebaut.

Silbernes Vortragekreuz
Verschiedene kleinere
Kreuze
aus der Kirche
und der Sakristei

Das große Kreuz aus Eichenholz
von Heinrich Lückenkötter
aus Oelde.
Korpuslänge 2,40 m
Armweite 2,50 m
Das HERZ-JESU Kreuz auf einem
Holzturm gearbeitet, so wie der
Turm der Herz-Jesu-Kirche 
"der mächtige Wächter" aussieht.
Kreuz der Priester-Sakristei
Kreuz der Messdienser-Sakristei

Das große Fenster in der ehemaligen Taufkapelle
"Stab Moses teilt das Wasser" ist besonders erwähnenswert.

 


Besonders bekannt ist die Herz-Jesu-Kirche durch die menschengroßen Krippenfiguren:
Maria,
das Jesuskind in der Krippe
mit Josef
einem Engel,
einem Hirten und
einem Schaf


 
Die drei Heiligen Könige
mit Kamel:




 
Die Heilige Familie
unter einem Zelt

Die Kapelle
mit dem Altar, der aus dem verkleinerten Altar der Kirche angefertigt wurde mit Kreuz, Madonnenbild und den schönen bunten Bleifenstern.

Das Muttergottesbild:
"Die schwarze Madonna"
in  der Kapelle
Das Kreuz der Kapelle
Die Johannus-Orgel der Kapelle
Ein großer wuchtiger Kirchtum, der die Siedlung beherrscht so Stadtbaurat Halbfas wird aus diesem Grund „ein mächtiger Wächter“ genannt.
Zwei Glocken mit den Namen
Gabriel und Josef
Die Dachlaterne wird 2001 aufgesetzt, um den Kirchenraum heller zu gestalten und im Kirchenraum wird die "Weiße Wand" mit Spitzbögen passend zum Sheddach eingerichtet.
Bildstock "Jünger von Emmaus" 
 - In der Hardt -
Eingeweiht am 27.10.1982
von Weihbischof Alfons Demming

Wegkreuz am Akazienweg
von Heinz Hölkert, Dingden.

Sinnspruch:
Seht, wie gut der Herr,
lasst uns Zeugen seiner
Liebe sein.

 


Erwähnenswertes zum Kirchbau und seiner Einweihung

30.Oktober 1960 Einweihung der Kirche am Christkönigsfest. - Die Weihehandlung dauert 2 Tage

  • Samstag: - 1. Teil der Weihehandlung:
  1. Vorbereitungsgebet in der Edith-Stein-Schule
  2. Zug mit dem Bischof zum porta der Kirche
  3. abends Bestunde in der Schule vor den Reliquien von Viktor und Maria Goretti.
  • Sonntag: - 2. Teil der Weihehandlung. Nach den drei Heiligen Messen - noch in der Edith-Stein-Schule:
  1. 15.00 Uhr Reliquienprozession zur Kirche
  2. Feierliches Abendopfer, das der Pfarrer der Mutterkirche Liebfrauen, probst Dülmer, imBeisein des Weihbiuschofs Baaken hält.

Aus den Grußworten, Veröffentlichungen und Predigten ist folgendes erwähnenswert:
  • Die Baukosten beliefen sich auf 600.000 DM, wovon das Generalvikarial 300.000 DM bezahlte, der Rest vond en Gläubigen und durch Spenden aufgebracht wurde.
  • Zur Architektur der Kirche stellt prof. Bartmann folgendes heraus:
  1. einen hohen und weiten Kirchenraum,
  2. schlanken und gegliederten Säulen,
  3. ein Maßwerk der farbigen Fenster, das viele kleine Nischen bildet (von Helmut Lander gestaltet)
  4. einen großen Chorraum und
  5. einen Taufstein,
  6. einen im untersten Turmgeschoss unter einem farbig verglasten Fenster, das den "Stab Moses" zeigt, der die Wasser teilt,
  7. einen, den die Siedlung beherrschenden wuchtigen Kirchturm, "ein mächtiger "Wächter". (Stadtbaurat Halbfas)

Bischof Michael und Propst Dülmer äußern sich zum Namen der Kirche und der damit verbundenen Chance und Verpflichtung.




   Aus dem Archiv ... Infobroschüre zur Herz-Jesu-Kirche, Priester
    und Seelsorger, Taufstein, Kreuzweg