Zusammengehen von St. Paul und Liebfrauen

Liebe Gemeindemitglieder von St. Paul bzw. Liebfrauen!

Im April wird (unser) Pfarrer Josef Lehmbrock 75 Jahre alt. Damit erreicht er das Alter, in dem für einen Priester der Ruhestand beginnt. Pfarrer Lehmbrock hat zum Jahreswechsel mitgeteilt, dass er zum 30. April 2016 seinen Dienst in unserer/der Pfarrei St. Paul beendet. Über dreißig Jahre war Josef Lehmbrock (unser) Pfarrer. Für all das, was er seelsorglich in den Jahrzehnten geleistet hat, gebührt ihm hoher Respekt und großer Dank. Davon wird aber bei anderer Gelegenheit ausführlich die Rede sein. In den letzten Wochen hat es ja schon immer wieder Fragen und Mutmaßungen gegeben, was passiert, wenn Pfarrer Lehm-brock in den Ruhestand geht. Heute möchten wir Sie informieren.

Mit dem Eintritt in den Ruhestand von Pfr. Lehmbrock kommt unsere/die Pfarrei St. Paul zur Pfarrei Liebfrauen dazu. Davon war schon in der Tagespresse zu lesen. Dies ist nicht neu. Nach Gesprächen mit Pfarrer Lehmbrock und Pfarrer van Straelen hat die Bistumsleitung bereits im Jahr 2012 entschieden, dass das Zusammengehen der beiden Pfarreien Lieb-frauen und St. Paul mit der Emeritierung von Pfr. Lehmbrock erfolgt.

Seit dem Herbst letzten Jahres gibt es eine Arbeitsgruppe von Mitgliedern der Pfarreiräte und Kirchenvorstände der beiden Pfarreien, die sich schon zu einigen Gesprächen getroffen hat. In dieser Arbeitsgruppe ist auch in Rücksprache mit der Bistumsleitung überlegt worden, wie die Zusammenführung gestaltet werden kann. Einige grundlegende Dinge sind auch mit dem Dazukommen von St. Paul zu Liebfrauen klar, wie z. B. der Name der Pfarrei und die Pfarrkirche Liebfrauen. Dabei ist die Arbeitsgruppe zu der Überzeugung gekommen, dass weniger die formalen Schritte der Zusammenführung entscheidend sind, sondern vielmehr die seelsorglichen Belange des Gemeindelebens und deren zukünftige Begleitung.

Folgende Schritte sind geklärt:
Ab dem 1. Mai wird Pfarrer van Straelen zunächst Pfarrverwalter der Pfarrgemeinde St. Paul und das Pastoralteam Liebfrauen wird auch für den Seelsorgebereich St. Paul zuständig sein, wie z. B. die Feier der Gottesdienste oder die Begleitung der Gruppen.

Mit Blick auf die Zusammenführung in diesem Jahr haben in gemeinsamer Absprache Pfarrer Lehmbrock und Pfarrer van Straelen den Generalvikar des Bistums Münster gebeten, die Kirchenvorstandswahlen auszusetzen. Deshalb wurde in unserer Pfarrgemeinde im November auch nicht gewählt. Die Wahlen zum Kirchenvorstand werden nach den Sommer-ferien im September nachgeholt.

In den Kirchorten St. Helena, Herz-Jesu, Hl. Kreuz und Liebfrauen gibt es Ortsauschüsse, die sich um die Belange und Aktionen rund um die jeweilige Kirche kümmern. Der Pfarreirat St. Paul wird ein Ortsauschuss. Aus dem Pfarreirat St. Paul wird nach Vorschlag Pfarrer van Straelen drei Personen als Mitglieder in den Pfarreirat Liebfrauen berufen, so ist St. Paul auch gut in diesem Gremium vertreten. Des Weiteren gibt es eine Reihe von Ausschüssen, in denen engagierte Gemeindemitglieder von St. Paul sich auch künftig einbringen können.

Ab Mai wird Pfarrer van Straelen die Sitzungen des Kirchenvorstandes leiten und im Vorstand des Pfarreirates St. Paul sein. Es wird auch eine gemeinsame Sitzung der Gremien von St. Paul und Liebfrauen geben. Im Juni wird St. Paul durch ein Dekret des Bistums als eigenständige Kirchengemeinde aufgehoben. Dazu gehört auch, dass die Kirchenbücher von St. Paul (wie Tauf- und Traubuch) nicht weitergeführt werden.
Die Kirche St. Paul ist dann nicht mehr Pfarrkirche, sondern eine weitere Kirche wie St. Helena, Hl. Kreuz und Herz-Jesu in der Pfarrei Liebfrauen. Die Gläubigen, das Gebiet und die Gebäude von St. Paul gehören dann zur Pfarrei Liebfrauen. Damit endet eine über 50 Jahre gegebene Eigenständigkeit von St. Paul. Das ist traurig und bedauerlich.

In der Arbeitsgruppe haben wir überlegt, das Patronatsfest von St. Paul in diesem Jahr zu einem besonderen Fest zu machen: Wir möchten es gestalten als ein Willkommensfest. Ein Willkommen aller Gläubigen von St. Paul in der Pfarrei Liebfrauen. Wir feiern dieses Fest am Mittwoch, 29. Juni 2016, mit einer festlichen Abendmesse und einem anschließenden Beisammensein, Fest der Begegnung. Schon heute laden wir dazu ganz herzlich ein.

Wir hoffen, mit diesen ersten Informationen einige Fragen beantwortet zu haben. Andere Fragen, wie z. B. die zukünftige Gottesdienstordnung nach dem Zusammengehen, die Form der Vorbereitung auf Kommunion und Firmung, Treffen von Gruppen werden wir z. T. erst noch beraten und/oder später mitteilen. Mit dem Übergang von St. Paul in die Pfarrei Liebfrauen erfolgt nicht direkt die Schließung einer der weiteren Kirchen.

Wir bauen darauf, dass diese Herausforderung des Zusammenfindens vom Geist Gottes getragen ist und viele Gläubige bereit sind den zukünftigen Weg mitzugehen, auf den wir miteinander gestellt sind.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Die Arbeitsgruppe der Gremien Pfarreiräte und Kirchenvorstände St. Paul und Liebfrauen

Erklärung als PDF zum Download
Veröffentlicht: 25.01.2016