Impuls am Abend - KirchenzeitungsbotInnen ade!

Lockdown und Kontaktbeschränkungen, Kurzarbeit und Homeoffice. Diese Schlagworte gehören mittlerweile zum täglichen Leben. Viele Menschen sind in den unterschiedlichen Branchen in Kurzarbeit. Mache haben Ausgleichzahlungen erhalten wie kleinere Firmen, um die bleibenden Kosten (z. B. für Miete) trotz der fehlenden Einnahmen zahlen zu können.

Von „Kurzarbeit“ waren auch die Botinnen und Boten der Kirchenzeitung „Kirche + Leben“ betroffen. Aufgrund der Corona-Pandemie und des Lockdowns hatte der Vertrieb die Zustellung der Bistumszeitung auf den Postweg umgestellt. Von heute auf morgen waren die Kinder und Jugendlichen raus aus ihrem Job. Mit dem Austragen von Zeitungen konnten sie sich gut ihr Taschengeld aufbessern. Eine schöne Tätigkeit mit einem guten Dazuverdienst, vor allem durch das Trinkgeld. – Für die Zeit des Verbots, die Kirchenzeitung auszutragen, haben die Kinder und Jugendlichen eine Ausfallentschädigung erhalten. Eine kleine „Finanzspritze“, die Kaplan Lukas Hermes und ich überlegt hatten, vor dem Hintergrund, wenn andere Betriebe eine finanzielle Hilfe oder andere Kurzarbeitergeld erhalten, warum nicht auch unsere Botinnen und Boten der Kirchenzeitung. 

Dann kam die Information, dass der Vertrieb der Bistumszeitung „Kirche + Leben“ dauerhaft auf Postzustellung umgestellt wird. Das heißt, dass dauerhafte „Aus“ für die Kirchenzeitungsboten und -botinnen. KirchenzeitungsbotInnen ade! Diese Nachricht hat mich auch mit etwas Wehmut erfüllt. Denn ich war selbst viele Jahre Kirchenzeitungsbote. Ich kann mich noch gut an meinen ersten „Verdienst“, meinen ersten Botenlohn erinnern: Es waren 10, 80 DM (Deutsche Mark) Für mich, der ich kein Taschengeld bekam, eine tolle Sache: Etwas Geld, über das ich verfügen konnte, da ich es selber verdient hatte. Das Austragen der Zeitungen habe ich gerne getan. Im Sommer war es ein Leichtes und schön, mit dem Rad zu fahren und die Zeitungen in die Briefkästen zu stecken.; im Herbst und Winter dagegen, gerade bei Regen, Kälte und Schnee, weniger; eher eine Herausforderung. 

Am Sonntagabend (21.6.) haben Kaplan Hermes und ich mit den Botinnen und Boten der Kirchenzeitung ein Abschiedstreffen im Pfarrgarten gemacht. Neben „Möllky“, einem finnischen Geschicklichkeitsspiel mit einem Wurfholz, das wir gespielt haben, wurde gegrillt, erzählt und gelacht. (Dieses Treffen ist auch der Grund, weshalb es am gestrigen Abend keinen Impuls gegeben hat. Die Abendimpuls-Strategen waren mit anderem beschäftigt.) 

Kirche im Wandel. So zeigt auch hier, dass etwas über eine lange Zeit Vertrautes zu Ende geht. Allen Kindern und Jugendlichen, die in unserer Pfarrei die Bistumszeitung „Kirche + Leben“ ausgetragen haben, diesen „unseren“ Zeitungsbotinnen und -boten, ganz herzlichen DANK für den Dienst und großartigen Einsatz! 

Pfarrer
Rafael van Straelen

 
Veröffentlicht: 22.06.2020




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