Auf dem Weg nach Ostern - die Karwoche mit Kindern gestalten

Auf dem Weg nach Ostern
Einen Tisch passend zur Karwoche gestalten
An einer geeigneten Stelle in der Wohnung wird für die Zeit der Kar- und Osterwoche ein Tisch (oder ein Stück Schrankfläche) als „Ostertisch" vorbereitet. Zur Vorbereitung können folgende Gegenstände auf eine weiße Tischdecke gelegt werden:
  • ein Kreuz 
  • eine Osterkerze – vielleicht selber gestalten
  • eine Kinderbibel, die zum Vorlesen benutzt wird 
  • eine Vase für Osterzweige oder Blumenschmuck 
  • ein Kerzenständer

Palmbuschen bis Osterkerze
Von Palmsonntag an kann der „Ostertisch" mit entsprechenden Zeichen und Symbolen der „Heiligen Woche" geschmückt werden. Sie erinnern uns an Jesus und seinen österlichen Weg durch Leiden und Tod zur Auferstehung:
  • am Palmsonntag der Palmbusch oder Ölzweige
  • am Gründonnerstag Brot und Wein/Traubensaft 
  • am Karfreitag Weizenkörner als Symbol für das Sterben und das Fruchtbringen 
  • am Karsamstag frische grüne Zweige, mit bunten Eiern behangen 
  • zu Ostern die Osterkerze, Eier als Zeichen des Lebens, ein (gebackenes) Osterlamm,  Tauffotos zur Erinnerung an die Tauferneuerung in der Osternacht

Tägliches Ritual
Kommen Sie an jeden Tag zu einem günstigen Zeitpunkt zusammen. Bereiten Sie den Tisch miteinander vor. Sie können jeweils den passenden Text aus der Kinderbibel vorlesen und darüber mit den Kindern sprechen. Betrachten bzw. genießen (Brot und Wein/Traubensaft!) Sie die Symbole für den Tag miteinander. 
Schließen Sie mit dem Vaterunser oder einem anderem Gebet ab. 

Auf den nächsten Seiten ist ein Familienkreuzweg für zu Hause am Tisch oder im Freien.
Hierzu werden folgende Dinge benötigt:
  • Brot und Traubensaft
  • weißes Tischtuch
  • Wolle
  • Dornen
  • Stein
  • Taschentuch
  • Rose oder eine andere Blume
  • Holz und Nägel
  • Osterkerze
  1. Station Abendmahl – Brot und Wein-
Ein Kind legt eine Tischdecke in die Mitte, stellt Brot und Wein/Traubensaft hinzu und lädt die anderen ein zu erzählen, was sie über das letzte Abendmahl (Lk 22,14-20) wissen. Dann werden über das Tischtuch zwei kurze Schnüre parallel quer gelegt und zwei lange parallel längs: Kreuzwege entstehen.
  1. Station Geißelung – Dornen
Nachdem Jesus gefangen genommen und gefesselt wurde, wurde er zum Verhör vorgeführt. Der jüdische Hohe Rat erklärte ihn für schuldig und übergab ihn Pontius Pilatus, dem Vertreter der römischen Besatzungsmacht. Jesus wurde verspottet und gegeißelt, er wurde mit Dornen gekrönt.
Die Zweige mit den Dornen werden die Runde gegeben, damit sich jeder eine Vorstellung von Schmerz und Demütigung machen kann. Legen Sie sie dann in einem Kreis um die Mitte (Brot und Wein).
  1. Station Zusammenbruch - Stein – 
Jesus wird zum Tod verurteilt, zum Tod durch das Kreuz. Mit dem Kreuzesbalken beladen beginnt er seinen Kreuzweg.
Die Kerze wird auf den rechten Teil des Schnürekreuzes gestellt. Ein Stein wird dazugelegt
Zusammenbruch – Der Stein fällt
Das Kreuz ist schwer, die Hitze quält Jesu, die Geißelung hat ihn geschwächt und er bricht dreimal unter der Last des Kreuzes zusammen. Er ist dieser Art von Belastung kaum gewachsen.
Lassen Sie den Stein die Runde gehen. Klopfen Sie mit dem Stein dreimal fest auf ein Holzbrett, sodass es gut hörbar ist. Dann wird die Kerze auf den oberen Teil des Schnürekreuzes gestellt.
  1. Station Simon hilft – Hand –
Da spürt er die helfenden Hände eines Bauern, der vom Feld kommt. Es ist Simon von Cyrene, der ihm hilft und den Kreuzbalken mitträgt.
Zu der Kerze wird das Bild der helfenden Hand hinzu gelegt. Und die Kerze wandert weiter zum linken Arm des Bodenkreuzes.
  1. Station Veronika – Taschentuch – 
Als Jesus der Schweiß und das Blut über das Gesicht läuft, er kaum noch aus den Augen sehen kann, da erfährt er ein weiteres Mal, was helfende Hände für ihn tun. Eine Frau tritt mutig durch die Reihe der Soldaten, nimmt ein Tuch und wische Jesus damit den blutigen Schweiß aus dem Gesicht. Es ist Veronika, die in ihrem Tuch das Abbild Jesu mit nach Hause trägt.
Jetzt wird das Stoff(taschen)tuch hinzu gelegt. Die Kerze wird auf den längsten Arm des Kreuzes gestellt.
  1. Station Begegnung mit Maria – Rose- 
Kurz bevor Jesus den Berg der Kreuzigungsstätte erreicht, dieser Berg wird Golgotha, d.h. Schädelhöhe, genannt, begegnet er seiner Mutter. Sie lässt ihren Sohn in dieser Stunde nicht allein, aber sie muss hilflos mit ansehen, was Jesus erleidet. Ihre Liebe scheint machtlos. Doch in der kurzen Begegnung mit Jesus spüren beide ihre tiefe Verbundenheit und Trost.
  1. Station Kreuzigung – Holz und Nagel-
Jesus hat den Ort seiner Hinrichtung erreicht. Mit brutaler Gewalt wird er an das Holz genagelt. Entsetzliche Schmerzen quälen ihn, doch er kann der Macht der Soldaten nicht entrinnen.
Das Stück Holz wird an den unteren Rand des längeren Armes des Bodenkreuzes gelegt, die Nägel werden in das Holz geschlagen.
  1. Station Jesus stirbt – Kerze erlischt- 
Dann wird das Kreuz aufgerichtet, und nachdem Jesus spürt, wie der Tod naht, vertraut er sich ganz und gar Gott an, legt sein Leben in Gottes Hände und stirbt.
Die Kerze wird ausgeblasen. Alle bleiben einen Moment im Schweigen sitzen, betrachten das Bodenbild.

STILLE
Gebet/ Segen  
Du hast die Menschen so sehr geliebt. Du musstest am Kreuz sterben,
weil manche Menschen dich nicht verstanden haben. Doch dein Kreuz ist für
uns alle zum Zeichen des Segens geworden. Wir danken dir, Jesus, für deine
Liebe.
So segne uns, dieser liebende Gott; in Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Veröffentlicht: 06.04.2020




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