Impuls zum Festtag - Verkündigung des Herrn

Heute in 9 Monaten ist Weihnachten – Mitten in der Fastenzeit ein großes Fest

Kein Ereignis ohne Vorgeschichte. Auch Weihnachten, die Geburt Jesu, hat eine Vorgeschichte. Der heutige Festtag erinnert daran, dass Gott seinen Boten, den Engel Gabriel, zu Maria sandte, um ihr mitzuteilen, dass sie schwanger und einen Sohn gebären wird, der Sohn Gottes genannt werden wird. Die junge Frau Maria reagiert zunächst überrascht. Der Bote Gottes sagt ihr Gottes Nähe und Kraft zu. Dadurch ermutigt sagt Maria „Ja“ zu dem, was Gott mit ihr vorhat. (nachzulesen im Lukasevangelium, Kapitel 1, Verse 26-38) Gott wirbt um den Menschen. Gott kann nicht Mensch werden ohne das Mitwirken des Menschen. Das ist für mich das Herausragende an diesem Ereignis und Fest. 

In der Kirche gibt es ein Gebet, das an dieses Geschehen erinnert: Das Angelus-Gebet. Der Papst betet immer mittwochs, freitags und sonntags das Angelus-Gebet öffentlich. In der Regel verbindet er dies mit einer kurzen Ansprache, meist zu einem aktuellen Thema. Drei Mal am Tag läuten die Glocken zum Angelus-Gebet; in der Regel morgens um 7.00 Uhr, mittags um 12.00 Uhr und abends um 19.00 Uhr und laden so dazu ein, dieses Gebet zu sprechen. Das Angelus-Gebet (im Gotteslob 3,6) lautet so:

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft
und sie empfing vom Heiligen Geist.

Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. 
Du bist gebenedeit unter den Frauen 
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes Jesu.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, 
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn;
mir geschehe nach deinem Wort.

Gegrüßet seist du, Maria….

Und das Wort ist Fleisch geworden
und hat unter uns gewohnt.

Gegrüßet seist du, Maria…

Bitte für uns, heilige Gottesmutter,
dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Lasst uns beten: Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt. Lass uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Ich habe dieses Gebet in meiner Kindheit kennen gelernt, bin damit aufgewachsen und deshalb ganz vertraut. Heute bin ich dankbar, dass ich es auswendig kann. So kann ich es beten, wo auch immer ich bin, ob zu Hause, im Büro, auf dem Fahrrad, wenn die Glocken läuten.

Der heutige Festtag, Verkündigung des Herrn, wird auch schön beschrieben in einem Lied (Gotteslob 528):
Ein Bote kommt, der Heil verheißt und nie Gehörtes kündet.
Die neue Welt aus Gottes Geist wird in der Welt gegründet.
Gott selber kommt den Menschen nah; Maria aber gib ihr Ja. 
Das Wort wird unser Bruder.

Das helle Licht der Ewigkeit trifft unsre Dunkelheiten.
Ein Augenblick der Erdenzeit wird Angelpunkt der Zeiten.
Gott teilt mit uns ein Menschenlos vom ersten Tag im Mutterschoß 
bis in die Nacht des Todes.

Maria, du hast Ja gesagt zu Gottes Ruf und Gnade. 
Den ganzen Weg hast du gewagt; begleite unsre Pfade, 
dass ihn, den du empfangen hast, auch unser Herz mit Freude fasst 
und Raum gibt seiner Liebe.

(Text: Peter Gerloff 2010)

Ich wünsche eine schönen Festtag und eine schöne Unterbrechung der Fastenzeit!

Rafael van Straelen
Veröffentlicht: 24.03.2020




Um Ihnen ein angenehmes Online-Erlebnis zu ermöglichen, setzen wir auf unserer Webseite Cookies ein. Durch das Weitersurfen auf www.liebfrauen.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz