Adventskalender - Das Zeitliche segnen

Bei Begräbnissen heißt es manchmal, dass die verstorbene Person das Zeitliche gesegnet hat. Damit ist zunächst gemeint, dass dieser Mensch gestorben ist; dass er aus der Zeit in die Ewigkeit hinübergegangen ist. Darüber hinaus meint die Rede „das Zeitliche segnen“ aber auch, dass dieser Mensch viel Gutes bewirkt hat und hinterlässt.

„Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit!
Gott will, dass ihr sein Segen für seine Erde seid.
Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht,
der will uns dahin leiten,
wo er uns will und braucht.“
(Gotteslob, Eigenteil Bistum Münster, 813)

Gott will, dass Menschen zum Segen werden, indem sie im Namen Gottes Gutes tun durch ihre Gesinnung und Haltung, durch Worte und Taten. Menschen werden zum Segen für andere Menschen. Das erlebe ich z. B. in den Orten im Ahrtal, die von der Flutkatastrophe im Juli letzten Jahres schwer getroffen sind. Freiwillige, die da sind, mithelfen und anpacken. Sie werden zum Segen für die Menschen vor Ort, die ihre Häuser und Lebensgrundlage verloren haben.

„Er hat das Zeitliche gesegnet.“ – Ich hoffe, dass man das auch bei meinem Begräbnis über mich sagen kann. Vielleicht möchten Sie, liebe Leserin, lieber Leser, das ja auch. Jedenfalls möchte ich mich weiterhin darum bemühen, durch meine Gesinnung und Haltung, meine Worte und Taten für andere zum Segen zu werden.

Ich lade Sie, Euch und Dich ein zum Segen zu werden im Jahr 2022!


Rafael van Straelen
Veröffentlicht: 30.12.2021




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