Adventskalender - Wunderkind...

Was haben Wolfgang Amadeus Mozart, Anne Sophie Mutter und Fanny Mendelssohn außer der Leidenschaft für Musik gemeinsam? Sie wurden von der „Gesellschaft“ als Wunderkinder gepriesen, weil sie schon als Kleinkinder wie Virtuosen ihr Instrument beherrschten.

Heute taucht der Begriff hin und wieder in den Schlagzeilen auf; aber häufiger spricht man von „hochbegabten“ Kindern, wenn sie schon in jungen Jahren über kognitive oder kreative Fähigkeiten verfügen, die weit über dem Altersdurchschnitt liegen.

„Alle, die ihn hörten, waren erstaunt über seine Fähigkeiten.“ (Lk 2, 47) Die Rede ist vom 12-jährigen Jesus, der mitten unter den Lehrern im Tempel sitzt und diskutiert. Jesus – ein Wunderkind?

Nimmt man Aussagen aus dem „Kindheitsevangelium“ des Thomas – einer apokryphen Schrift, die NICHT in das Neue Testament aufgenommen wurde – dann war Jesus eine Art „Superbaby“, das auch über Leichen ging. Eine recht bizarre Ansammlung von angeblichen Taten und Sprüchen des Kindes aus Nazareth.

Das hat alles wenig gemein mit der Gestalt, die fast nackt und gegeißelt vor Pontius Pilatus steht, der ihn zum Tod am Kreuz verurteilt. Und wenn Jesus als 12-jähriger Junge damals die Lehrer und später als erwachsener Rabbi aus Nazareth viele Menschen in seiner Umgebung zum Staunen gebracht hat, dann ist das größte Wunder die Auferstehung vom Tode.

Als Gotteskinder sind wir alle Wunderkinder! Ein Leben lang. Unabhängig von IQ und Beherrschung irgendwelcher Instrumente. Und das größte Wunder hat Gott noch mit uns vor!

Klaus Brücks
Veröffentlicht: 27.12.2021




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