Sonntagsgruß

Liebe Leserinnen und Leser!

Beim letzten Besuch meiner Mutter vor einigen Tagen hatte ich ein schönes Erlebnis, das ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

Meine Mutter wohnt in einem kleinen Dorf bei Haltern am See. Als ich für sie von draußen die Fenster putzte, kamen drei Mädchen, so acht bis zehn Jahre mit ihren Rädern vorbei. Sie hielten kurz an und schwärmten aus, die Briefkästen der Nachbarn zu befüllen. Schließlich kamen sie auch zu uns. „Was verteilt ihr denn da schönes?“, fragte ich. „Wir verschenken Wörter“, sagte eines der Mädchen.
„Wir haben gedacht es gibt so schöne Wörter, die haben wir auf Karten geschrieben und verschenken die jetzt“, sagte eines der anderen Mädchen. „Welche Worte sind das denn, die ihr da so verschenkt?“, fragte ich neugierig geworden. „Fröhlich sein, glücklich machen, Liebe, Frohe Weihnachten… lauter so schöne Worte haben wir auf die Karten geschrieben und bunt angemalt,“ sagte das erste Mädchen. „Du kriegst ‚Hoffen können‘“, sagte das dritte Mädchen und gab mir eine ihrer Karten… „Ihr seid wirkliche Weihnachtsengel – viel, viel Freude euch und ganz lieben Dank.“ Welche schöne Ideen Kinder doch so haben… Ich war sehr angerührt von den drei Kindern.

Worte verschenken, weil sie zu schade sind, um nur gesagt zu werden… Manchmal macht ein einziges Wort diese dunklen Tage einfach hell – „hoffen können“.
Ich werde mal schauen, welche Worte ich in dieser vierten Adventwoche aufgeschrieben noch verschenken kann. Die Idee finde ich richtig gut! Und Sie?
In diesem Sinne wünsche ich einen gesegneten vierten Advent und eine erwartungsfrohe Woche auf Weihnachten hin –

Ute Gertz
Veröffentlicht: 17.12.2021




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