Impuls am Abend - Lebensfreude und Begrenztheit

„Lebensfreude – das ist das Verkosten des Schönen im Wissen um seine Begrenztheit.“ Dieses Wort stammt von jüngst verstorbenen Kirchenhistoriker Arnold Angenendt. Dieses Wort habe ich in einem Nachruf zu seinem Tod entdeckt. (Christ in der Gegenwart Nr. 34/2021)

Schönes verkosten. Das kann ohne Frage viel Lebensfreude bereiten; ganz gleich ob es ein schönes Essen ist, oder ob es schöne Blumen sind, oder schöne Musik…
Die Lebensfreude daran wird umso größer, wie ich um dessen und wohl auch meine eigene Begrenztheit weiß. Irgendwann sind schöne Blumen verblüht, es kommt der Moment, da ist die schöne Musik zu Ende gespielt und verklungen; irgendwann ist das schöne Essen beendet… - Und meine eigene Begrenztheit. Diese kann sich zeigen nicht nur in der Sterblichkeit, sondern dass die Fähigkeit eines Sinnes sich einschränkt oder mir ganz verloren geht.

Begrenzungen haben wir in der zurückliegenden Zeit zuhauf erlebt. So manche hält auch jüngst (zurecht) noch an. Aber das eine oder andere wieder erleben zu können, genießen zu dürfen, erfreut doch sehr. Wie wahr: „Lebensfreude – das ist das Verkosten des Schönen im Wissen um seine Begrenztheit.“

Ich habe vor Jahren diesen Gedanken in einem Museum ganz ähnlich formuliert entdeckt: Da fand ich folgenden Ausspruch: „Das Wissen um den Tod ist der Grund meiner Lebensfreude!“

Ich wünsche Ihnen ,dass Sie Schönes verkosten können. Möge es Ihre Lebensfreude mehren.
Einen schönen Abend und guten Ausklang dieses Tages,


Ihr
Rafael van Straelen
Veröffentlicht: 27.08.2021




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