Impuls am Abend - Immer noch

Gestern war ich in meiner Heimatstadt, um meine Eltern zu besuchen und das Grab der Familie zu pflegen. Dabei wurde ich überrascht: Vor dem Friedhof entdeckte ich auf der Rasenfläche vor der Friedhofskapelle zwei große Beete blühender Narzissen. Ein Meer von kräftig gelben Blüten. Wunderbar! Die Narzisse, auch Osterglocke genannt, ist meine Osterblume. In der Woche nach den Osterfesttagen habe ich hier auf dem Wochenmarkt leider schon keine mehr bekommen. Und dabei hatte die Osterzeit gerade erst begonnen.
 
An den Kirchen in der Pfarrei und am Turm der Liebfrauenkirche prangen noch immer die Banner mit dem Wunsch „Frohe Ostern“. Manche mögen vielleicht denken: Typisch Kirche: Immer der Zeit hinterher. Ostern ist doch längst gewesen. Warum hängen noch die Banner?
 
Christen feiern immer noch Ostern. Das Fest der Auferstehung Jesu Christi ist so bedeutend, dass – so könnte man sagen – Christen von dessen Feier nicht genug bekommen. Die Osterzeit dauert, so der Kalender der Kirche, fünfzig Tage. Die Osterzeit endet Pfingsten. Damit ist die Osterzeit die längste Festzeit im Kirchenjahr. Und eigentlich feiern Christinnen und Christen Ostern das ganze Jahr durch: Denn jeder Sonntag ist ein kleines Osterfest: Ostern ein ganz besonderer Sonntag.
 
Die Narzissen in meiner Heimatstadt blühen immer noch. Immer noch österliche Zeit…
In den Gebeten in der Osterzeit heißt es immer wieder:
Gott, lass die österliche Freude in uns fortdauern.
Gib, dass das Osterereignis unser ganzes Leben prägt.
Lass uns als österliche Menschen leben.
 
Ich wünsche Ihnen einen wohltuenden Abend und Ausklang dieses Tages; morgen einen schönen Feiertag und weiterhin eine frohmachende Osterzeit!
 
Ihr
Rafael van Straelen
 
Veröffentlicht: 30.04.2021




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