Impuls am Abend - Traurige Jahrestage

Heute vor zehn Jahren explodierte infolge eines Tsunami das Kernkraftwerk Fukushima in Japan. Ein Reaktorunglück mit Toten, Verletzten, Zerstörungen und langanhaltenden negativen Folgen. Damals wurde sehr stark über die Zukunft der Kernenergie und Atomkraftwerke diskutiert. Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland beschloss in Folge des Reaktorunglücks in Fukushima den Ausstieg aus der Atomenergie. Einige andere Länder folgten; wieder andere sind bei ihrer Energiepolitik geblieben.
 
In der letzten Ausgabe der Wochenzeitung Die ZEIT war ein Artikel zum heutigen Jahrestag zu lesen mit der Überschrift „Sie ist wieder da“ – die Atomenergie mit ihren Kernkraftwerken – das Comeback einer riskanten Idee.
 
10. März 2021: Zehn Jahre Bürgerkrieg in Syrien. Das Kinderhilfswerk Unicef weist darauf hin, dass die Situation der Kinder in diesem Bürgerkriegsland schlimmer ist als je zuvor. 90 % der Kinder sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Kinder, die nur Krieg, Bombenangriffe und Lebensgefahr kennen. Kinder, die Angst und Schlafstörungen haben, die weder Schule noch Unterricht kennen, weder Lesen oder Schreiben können; wohl aber Tag für Tag um Hunger wissen.
 
In den Medien ist dieser Bürgerkrieg weit nach hinten bzw. unten gerutscht. Man hat sich zu sehr an diesen Bürgerkrieg gewöhnt. Politische Lösungen auf friedlichem Weg wurden nur halbherzig in Angriff genommen und durchgeführt; zu sehr driften die internationalen Interessen auseinander. Ähnlich verhält es sich im Jemen und in vielen anderen Ländern.
 
Traurige Jahrestage! Kein Grund zur Freude, kein Anlass zum Feiern. Mit zeigt es, dass die Mahnung bleibt, für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung einzutreten.
 
Diese Jahrestage sind mir auch Anlass, ein Gebet der vereinten Nationen zu beten
(Gotteslob 20, 1):
 
„Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall.
An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen,
dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden,
nicht von Hunger und Furcht gequält,
nicht zerrissen in sinnlose Trennung
nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung.
Gib uns Mut und die Voraussicht,
schon heute mit diesem Werk zu beginnen,
damit unsere Kinder und Kindeskinder
einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.“
 
 
Rafael van Straelen
 
Veröffentlicht: 11.03.2021




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