Sonntagsgruß

Liebe Gemeinde!
Wenn an diesem Sonntag die sogenannte Tempelreinigung im Evangelium berichtet wird, dann erweckt der lautstarke Einsatz Jesu viel Sympathie. Aber dass er dabei aus Stricken Geißeln bindet, um die Händler und Geldwechsler aus dem Tempel(vorhof) herauszutreiben, soll eben nicht bedeuten, dass Gewalt und Teilnahmslosigkeit in den Tempel einziehen sollen. In einer Meditation zu dieser Szene heißt es:
„Manches muss ich loslassen, um frei zu werden für Neues, das mir begegnen will: Nur meine leeren Hände kann Gott füllen.
Zuweilen muss ich meinen rasenden Schritt verlangsamen: Ich könnte sonst ins Schleudern geraten.
Manchmal muss ich meine Seele aus ihrem Schlummer holen: Der Tag ist zu kostbar, um ungelebt zu verstreichen.“
Am Höhepunkt der Fastenzeit, dem Karfreitag, werden die Hände Jesu gefesselt sein – aber nicht zu einer Faust verschlossen.
Es ist wichtiger in der Liebe zu wachsen als in der Gewalt oder Resignation.
Eine gute Woche wünscht
Pastor Kroppmann.
Veröffentlicht: 05.03.2021




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