Impuls am Abend - Umgegrabene Seele

Im Sonntagsgruß hat Pastoralreferentin Ute Gertz über Gartenarbeiten geschrieben. Wie viele mögen an diesem sonnigen und frühlingshaften Wochenende im Vor- oder Kleingarten, im Nutz- oder Ziergarten gearbeitet haben und dabei die Sonne und frische Luft genossen haben.

Ute Gertz hat die Gartenarbeit übertragen auf die Seele, das Innere des Menschen und von der inneren Gartenarbeit geschrieben. Mich haben ihre Gedanken sehr angesprochen. Und zugleich sind mir zwei Texte wieder in den Sinn gekommen, die ebenso von der inneren Gartenarbeit erzählen und die ich hier gerne mit Ihnen teile:

Umgegrabene Seele
„Erneuerung ist ein Prozess.
Unsere Seele wird gründlich umgegraben
und mit etwas Neuem angefüllt,
bis auf dem Gelände unseres früheren Lebens
ein gänzlich neues Leben errichtet ist.
Wir brauchen diesen Prozess.
Wir Menschen,
die wir uns festgefahren haben in alten Gewohnheiten
die wir gefangen sind im Totsein der Langeweile
oder der Bedeutungslosigkeit,
die besessen sind von ihren Besitztümern,
wir brauchen es, dass Gott uns nimmt
und uns durch ein langes Wunder der geistlichen Umgestaltung befreit.
Dass er uns erlöst von unserer Selbstbezogenheit.
Wir brauchen es, dass er die Aspekte unseres Charakters
an denen wir uns wund reiben, ausgräbt
und sie durch eine wohltuende Lebendigkeit ersetzt,
dass er eine neue Persönlichkeit in uns schafft –
das Leben Jesu in uns, das uns verheißen ist.“
(Verfasser nicht bekannt)

Der zweite Text stammt aus dem Stundengebet der Kirche für die österliche Bußzeit (Fastenzeit):
„Zeichen schauen wir nun. Irdisches wird zum Bilde hier.
Denn das kreisende Jahr lässt nach des Winters Frost und Nacht
den Frühling die Erde für Ostern bereiten.“


Ihr
Rafael van Straelen
Veröffentlicht: 21.02.2021




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