Adventskalender - Die brennende Kerze im Fenster

Erinnern Sie sich noch? Im Frühjahr, während des ersten Lockdowns, gab es die Aktion abends um 19.30 Uhr eine brennende Kerze ins Fenster zu stellen als Zeichen der Verbundenheit. Zugleich waren Christinnen und Christen eingeladen für alle Menschen in der Corona-Pandemie zu beten; besonders für die Covid-19 Erkrankten, für die alten Menschen und alle, die in den medizinischen und pflegenden Berufen tätig sind. Öffentliche Gottesdienste konnten nicht stattfinden. Als Zeichen der Gemeinschaft im Glauben und im Gebet läuteten abends die Glocken und standen brennende Kerzen im Fenster.
 
Das Bild zeigt meine Kerze im Fenster. Sie steht im Flur in meiner Wohnung im Pfarrhaus. Sie brennt abends, wenn ich zuhause bin. Mit der Möglichkeit, wieder Gottesdienste mit Gemeinde in den Kirchen feiern zu können, schlief die Aktion im Mai ein. Ich habe mich damals dazu entschlossen, weiterhin abends die Kerze zu entzünden und leuchten zu lassen. Wenn ich sie entzünde, denke ich an uns Menschen, an die Sorgen, Ängste, an die Herausforderungen und an das Leid vieler durch die Corona-Pandemie.
 
Die Kerze im Fenster war damals ein Zeichen des Netzwerkens. Wer mitmachte, jede und jeder für sich daheim, konnte sich verbunden wissen mit vielen anderen Menschen. Jede und jeder, viele zusammen als Netzwerker, die Verbundenheit schaffen im Glauben, im Gedanken und im Gebet. Dies ist auch ein Netzwerk. Ein Netz, das – wie ich sagen kann – mich selbst in dieser Zeit trägt.
 
Und darum wird meine Kerze im Fenster weiter brennen und leuchten…
 
Ihr
Rafael van Straelen
 
Veröffentlicht: 15.12.2020




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