Impuls am Abend - Guten Rutsch!

Dies sagen wir uns an Silvester und den Tagen davor gerne zu mit Blick auf den anstehenden Jahreswechsel. Manche verbinden womöglich damit ein sanftes Hinübergleiten in das neue Jahr. Dieser Wunsch „Guten Rutsch!“ leitet sich jedoch aus der jüdischen Sprache ab: von „Rosch HaSchana“. Das ist die Bezeichnung für das jüdische Neujahrsfest.

Die Juden feiern in diesen Tagen (18.-20. September) ihr Neujahrsfest. Mit Rosch HaShana 2020 beginnt nach jüdischer Zählung das Jahr 5781. In diesem Jahr feiern die jüdischen Gemeinden in unserem Land ein Festjahr: „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“.

Zu diesem Anlass haben die fünf katholischen Bistümer und drei evangelischen Landeskirchen in NRW ein gemeinsames Grußwort an die jüdischen Gemeinden geschrieben. Mit Blick auf die Situation der Juden in Deutschland, also angesichts des zunehmenden Antisemitismus und der Anschläge in jüngster Zeit, erklären die Bischöfe und Kirchenleitungen in ihrem Schreiben: „Wir stehen auch mit Blick auf die erschreckenden antisemitischen Entwicklungen entschieden an ihrer Seite und wirken aktiv allen Formen judenfeindlicher Haltungen entgegen.“ – Dem kann man sich nur anschließen.

Rosch HaShana – jüdisches Neujahrsfest. In unserer Stadt Bocholt gibt es leider keine jüdische Gemeinde mehr. Und trotzdem ist den Juden zu ihrem Neujahrsfest zu wünschen: Guten Rutsch! Das meint nämlich wörtlich: einen guten Anfang des Jahres!


Ihr
Rafael van Straelen
 
Veröffentlicht: 18.09.2020




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