Impuls am Abend - Weniger ist mehr

Gestern war der französische Nationalfeiertag. Die Feierlichkeiten sowie die Militärparade fielen in diesem Jahr wegen der Corona-Vorkehrungen kleiner, bescheidener aus. Die Parade zu Ehren von Queen Elisabeth II. aus Anlass Ihres Geburtstages stand Anfang Juli ebenso in kleinerem Rahmen statt. Gleiches galt für die vielen Feierlichkeiten aus Anlass des Gedenkens an das Ende des II. Weltkrieges vor 75 Jahren.
 
Doch die Feierlichkeiten zum amerikanischen Nationalfeiertag am 4. Juli fanden in diesem Jahr an besonderen Orten mit großen Menschenansammlungen statt. Zum russischen Nationalfeiertag erlebte die Welt die größte Militärparade Russlands.
 
Große Feste in der Kirche werden aktuell weniger „pompös“ gestaltet und sind doch auf ihre Art angemessen feierlich. Das ist in diesen Zeiten auch richtig und wichtig. Angesichts der vielen Probleme, Sorgen und Herausforderungen kann es nur gut sein, bescheidener und demütiger aufzutreten. Sich auf das Wesentliche besinnen, ehrlicher und dadurch vielleicht auch wieder ein Stück glaubwürdiger werden. Weniger ist manchmal eben mehr. Dies scheint manchen politischen und gesellschaftlichen Persönlichkeiten nicht in den Sinn zu kommen.
 
Demütig werden. Davon höre ich in der letzten Zeiten öfter; manchmal sprechen Politiker davon; sowie Personen, die einen guten Einblick haben in den Klimawandel und einen demütigeren Umgang mit der Natur fordern.
 
In einem Gebet heißt es: „Herr [Gott] mache uns demütig vor dir und geschwisterlich unter den Menschen.“
 
Ihr Rafael van Straelen
 
Veröffentlicht: 15.07.2020




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