Impuls am Abend - Schon was Besonderes…

Eigentlich bin ich nichts Besonderes. Von mir gibt es Millionen Exemplare auf der Welt und sicher allein in Bocholt einige Dutzend.

Was an mir vielleicht doch ungewöhnlich ist, ist mein Standort: an einem Kreisverkehr in Stenern. Wahrscheinlich gibt es nämlich nicht allzu viele Kreisverkehre mit einem STOP-Schild.

Die meisten Menschen, die mich sehen, beachten mich auch und verhalten sich so, wie es sich gehört. Sie bleiben erst einmal stehen, um andere nicht zu gefährden. Aber es gibt auch manche, die mich übersehen und nicht anhalten. (Übrigens kann es teuer werden, wenn ich nicht beachtet werde.) Alle, die das hier lesen, sind etwas Besonderes. Egal an welchem Standort. (Und die diese Zeilen nicht lesen, auch!)

Jede und jeder kennt das blöde Gefühl, übersehen bzw. nicht beachtet zu werden, vielleicht in diesen Zeiten mehr als sonst. Und vielleicht auch das schlechte Gewissen, wen man jemanden anderen übersehen hat. Manchmal passiert das unabsichtlich wie bei einigen Menschen im Kreisverkehr, aber es gibt auch das gewollte Nicht-Beachten eines anderen.

Vor 2000 Jahren lebte ein Bettler in Jericho, den die Menschen damals auch übersehen haben. Bis er herumgeschrien hat. Da wurde sogar einer auf ihn aufmerksam, der ihn dann zu sich holen ließ und ihn fragte, was er für ihn tun könne. (vgl. Mk 10 46-52)

Für Jesus war jeder Mensch etwas Besonderes. Auch wenn er vielleicht jemanden sogar übersehen hat. Aber dann hat er es wieder gut gemacht. Wie damals bei Bartimäus, dem blinden Bettler.

Dass Gott Sie immer beachtet, davon bin ich überzeugt.

Ihr STOP-Schild
(alias Klaus Brücks)
Veröffentlicht: 12.06.2020




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