Impuls zum Evangelium - 6. Sonntag in der Osterzeit

Heute mal anders – nicht zum Sonntagsevangelium, sondern zur zweiten Lesung dieses Sonntags:

1 Petrus 3,13-17
Leiden und Hoffnung
Schwestern und Brüder!
Heiligt in eurem Herzen Christus, den Herrn!
Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen,
   der von euch Rechenschaft fordert
   über die Hoffnung, die euch erfüllt;
antwortet aber bescheiden und ehrfürchtig,
denn ihr habt ein reines Gewissen,
damit jene,
   die euren rechtschaffenen Lebenswandel in Christus
   in schlechten Ruf bringen,
   wegen ihrer Verleumdungen beschämt werden.
Denn es ist besser, für gute Taten zu leiden,
   wenn es Gottes Wille ist,
   als für böse.
Denn auch Christus ist der Sünden wegen
   ein einziges Mal gestorben,
ein Gerechter für Ungerechte,
   damit er euch zu Gott hinführe,
nachdem er dem Fleisch nach zwar getötet,
   aber dem Geist nach lebendig gemacht wurde.

Anregungen zur Zweiten Lesung
Welche Hoffnung erfüllt Sie? Was trägt Sie in ihrem Leben und Glauben? Und was davon würden Sie in jedem Fall anderen als Lebenshilfe zur Verfügung stellen?
Dunja Hayali und Annette Frier haben auf Instagram in einer abendlichen halben Stunde genau darüber miteinander gesprochen, was ihre Hoffnung ist und welche Rolle die christliche Botschaft darin spielt und wie schwer die Institution Kirche manchmal den Kern verdeckt. Ein Gespräch tief berührend, voller Hoffnung und Ehrlichkeit.
Als Christen sollten wir wissen, was uns trägt, mit welcher Hoffnung in aller weltlichen Hoffnungslosigkeit wir getragen sind. Geliebte, vor aller Leistung und trotz allem Schuldigwerden. Was ist Ihr Hoffnungssatz? Meiner: Ich kann nie tiefer fallen als in Gottes Hände.

Lied: GL 361 (bezieht sich auf die Lesung, in alter, fast längst vergangener Sprache, aber wunderschön)

Mein schönste Zier und Kleinod bist auf Erden du, Herr Jesu Christ; dich will ich lassen walten und allezeit in Lieb und Leid in meinem Herzen halten.

Dein Lieb und Treu vor allem geht, kein Ding auf Erd so fest besteht, das muss ich frei bekennen. Drum soll nicht Tod, nicht Angst, nicht Not von deiner Lieb mich trennen.

Dein Wort ist wahr und trüget nicht und hält gewiss, was es verspricht, im Tod und auch im Leben. Du bist nun mein und ich bin dein, dir hab ich mich ergeben.

Der Tag nimmt ab. Ach schönste Zier, Herr Jesu Christ, bleibe du bei mir, es will nun Abend werden. Lass doch dein Licht auslöschen nicht bei uns allhier auf Erden.

Alternativ Taizé: Gl 365
Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht. Christus meine Zuversicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

Und gleich und doch ganz anders:
GL 843 Gestern und heute, heute und morgen

Gott geht mit uns auf allen unsern Wegen.
Durch Raum und Zeit begleitet uns sein Geist. All unser Tun steht unter seinem Segen. Er ist das Wort, das Zukunft uns verheißt.

Refrain:
Gestern und heute, heute und morgen: In jedem Leben ist Gottes Geist verborgen. Gestern und heute, heute und morgen: In Gottes großer Liebe bleiben wir für alle Zeit geborgen.

Gott geht mit uns auf allen unsern Wegen.
Mütter und Väter vertrauten sich ihm an. Sie stellten Leben unter seinen Segen: Zeichen der Hoffnung, das Glaube wachsen kann.

Sein guter Geist erneuert unsre Welt.
Und jeder Anfang steht unter seinem Segen, wird Neubeginn, wenn nur die Liebe zählt.

Er macht uns Mut und schenkt uns seine Kraft.
Versöhnte Menschen stehn unter seinem Segen. Er stärkt die Schwachen und den, der Frieden schafft.

Und unsre Zukunft liegt fest in seiner Hand. Auch dunkle Zeiten stehn unter seinem Segen. Um Tod und Leben knüpft er sein Liebesband.

Er liebt das Leben, geht mit uns durch die Zeit. Zwölfhundert Jahre stehn unter seinem Segen.  In Christus sehn wir Gottes Herrlichkeit.
(Lied zum Bistumsjubiläum 2005)

Gebet:
Gott,
du nimmst uns an, wie wir sind, in unserer Angst,
in unserer Stärke, in unserer Hoffnung und in unserer Hoffnungslosigkeit, wenn wir merken, wir können nichts tun nur hoffen, auf deine Gedanken in unseren Herzen, auf deine Worte in unserem Hirn, auf deine Impulse für unser Tun. Danke. Amen.

Segen für die Woche:
Gott, sende uns deinen Geist und segne uns, dass wir aufblicken und neue Hoffnung gewinnen, dass wir dein Wort hören und der Glaube, das Vertrauen, uns stärke, dass wir unsere Herzen öffnen und die Liebe uns erfülle. Amen.
 
Veröffentlicht: 15.05.2020




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