Bericht vom Besuch in der Patengemeinde Moroto/Uganda

Im Oktober hatten meine Frau Franzis und ich Gelegenheit "unseren" Kindergarten in Moroto zu besuchen. Moroto liegt ganz im Norden Ugandas,
ca. 600 km von der Hauptstadt Kampala entfernt. Hier enden dann auch die asphaltierten Straßen. Schotterpisten führen zu der 200 km entfernten Grenze
zum Südsudan.

Wir konnten durch unseren zweiwöchigen Aufenthalt einen recht positiven Eindruck über die Situation in Uganda erlangen, auch wenn der Lebensstandard dort, mit unseren Maßstäben gemessen, ausserordentlich bescheiden ist.

Uganda ist derzeit sicher und politisch stabil. In größeren Städten wie Moroto gibt es fließendes Wasser und Elektrizität. Für Geld kann man alles kaufen, was man zum Leben benötigt. Aber Geld haben nur die Allerwenigsten. Außerhalb der Städte leben die Menschen noch in ihren traditionellen Dörfern wie vor 100 Jahren, ohne Strom und fließendes Wasser. Sie ernähren sich von dem, was sie in ihrer Umgebung anbauen können. Bei Überschwemmungen oder Dürren sind Hungersnöte vorprogramiert. Schon die jüngsten Kinder müssen Wasserkanister kilometerweit tragen oder das Vieh hüten. Das in Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention postulierte Recht auf Bildung bleibt für diese Kinder wohl für immer ein Traum.

Die rund 200 Kinder in "unserem" Kindergarten aber haben diese Chance. Der Kindergarten ist eher eine Vorschule, die die Kleinsten 3 Jahre lang besuchen
und dann schon recht gut Englisch sprechen, lesen und schreiben können. Neben Spielen und Lernen erhalten die Kinder täglich eine warme Mahlzeit, die sich die
Eltern sonst nicht leisten können.

Es gibt derzeit zwei Schul- und ein Küchengebäude. Alle Gebäude sind in einem sehr guten, gepflegten Zustand. 8 Lehrer, die von Spenden bezahlt werden, unterrichten derzeit ca. 200 Kinder.

Das dritte und letzte Gebäude befindet sich noch im Rohbau. Für die Fertigstellung werden noch ca. 25.000 € benötigt. Der Ugandakreis hofft, diesen Betrag spätestens bis Ostern aufzubringen.

Insofern hoffen wir auch weiter auf die Hilfe aller, die dieses Projekt in den letzten Jahren unterstützt haben. Wir alle würden damit weiteren 80 Kindern den Zugang zu Bildung ermöglichen, und ihnen damit die Chance auf ein würdevolles Leben geben.

Peter und Franzis Eynöthen  

 
Veröffentlicht: 11.12.2019


 



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