Sonntagsgruß

Liebe Gemeinde!
Mit der Aktion „Maria 2.0“ machen engagierte Frauen der Kfd in dieser Woche auf die Situation der Kirche, die zur Zeit u.a. von Skandalen geprägt ist, und die Stellung der Frau in der Kirche aufmerksam. Mit dieser Aktion bringen die Frauen (und Männer) ihre Sorge um ihre Kirche zum Ausdruck. Sie fordern eine neue Anschlussfähigkeit an die Menschen von heute und an deren Lebenssituation ein. Die Christinnen - so die Idee - könnten in Bezug auf ihr Engagement streiken und bleiben einmal für eine Woche dem Leben in den Kirchengemeinden fern. Ich lade Sie ein, sich dass mit Blick auf unsere Pfarrei vorzustellen. Das hieße nämlich: Keine Katechetinnen in der Kommunionvorbereitung; diese müsste ausfallen. Der Pfarreirat wäre nicht mehr beschlussfähig. Der Ausschuss für die Kindertagesstätten könnte nicht mehr arbeiten, viele Kita-Leitungen wären ohne Trägervertretung. Manche Ausschüsse des Pfarreirates wie Liturgie oder Caritas müssten sich mangels Mitglieder auflösen. In den Kirchen Liebfrauen, Hl. Kreuz und St. Paul gäbe es keinen Blumenschmuck mehr oder nur sehr reduziert. Die Messdienergemeinschaft wäre um die Hälfte reduziert; andere liturgische Dienste blieben auch meist aus. Andachten, Segensfeiern oder Schichtwechsel finden nicht mehr statt. Und vieles mehr... Der Pfarrei würde sehr viel fehlen an Leben, an Lebendigkeit, an Einsatz für andere, an Glaubenszeugnis und Glaubenspraxis. Wir ehren im Monat Mai besonders Maria, die Mutter Jesu. Was wäre, wenn sie, Maria, auszöge aus den Kirchen? - Darum gilt für mich an diesem Sonntag: Herzlichen Dank allen Mädchen und Frauen in unserer Pfarrei für ihr wertvolles Engagement! - Danke!
Ich wünsche Ihnen allen einen erholsamen und gesegneten Sonntag!
Ihr Pastor
Rafael van Straelen
P.S.: Wo steht eigentlich geschrieben, dass Dank sagen allein Aufgabe des Pastors ist? Kann doch auch jede und jeder, oder?! Anregung zum Nachahmen.

 
Veröffentlicht: 10.05.2019