Maria 2.0 - Gegen den Umgang mit Missbrauch und Ausgrenzung von Frauen in unserer Kirche

Unter dem Motto: „Maria 2.0“ wendet sich eine ungewöhnliche Aktion von Katholikinnen und Katholiken der Pfarrei Heilig Kreuz in Münster, gegen den Umgang mit Missbrauch und die Ausgrenzung von Frauen in unserer Kirche.
Im Februar haben Frauen und Männer des Aktionskreises Maria 2.0 einen offenen Brief an Papst Franziskus geschrieben. In dem Brief beklagen sie
 
  •  „die vielen bekannten und unbekannten Fälle von Missbrauch und Verletzungen jeglicher Art in der römischen Kirche
  •  deren Vertuschung und Verdunklung durch Amtsträger
  • das Fehlen glaubhafter Entschuldigungen und echter Hilfe für alle, denen Gewalt angetan wurde“

Zitiert aus dem Offenen Brief an den Papst Franziskus.

Sie beklagen, dass deshalb viele Menschen der Kirche die Botschaft nicht mehr glauben und Christen oft „fassungslos, enttäuscht und wütend vor dem Scherbenhaufen“ eigener Zuneigung und Vertrauens zu unserer Kirche stehen.

Daraus ergeben sich für den Aktionskreis folgende Forderungen:
 
  • „kein Amt mehr für diejenige, die andere geschändet haben an Leib und Seele oder die Taten geduldet oder vertuscht haben
  • die selbstverständliche Überstellung der Täter an weltliche Gerichte und uneingeschränkte Kooperation mit den Strafverfolgungsbehörden
  • den Zugang von Frauen zu allen Ämtern der Kirche
  • die Aufhebung des Pflichtzölibats
  • kirchliche Sexualmoral an der Lebenswirklichkeit der Menschen auszurichten“ (s.o. Zitathinweis)


Wer diesem Anliegen persönlich Nachdruck verleihen möchte, kann sich unter folgendem Link einer Petition anschließen: 
 

>>> Link zur Petition <<<


Auch wenn der Sondergipfel im Vatikan längst gelaufen ist, kann man die Petition nach wie vor unterschreiben.

Wir als kfd Liebfrauen und kfd St. Paul unterstützen die Aktion der Frauen und Männer aus der Pfarrei Heilig Kreuz Münster ausdrücklich und möchten dafür werben, in der anstehenden Aktionswoche vom Samstag 11. bis Samstag 18. Mai aktiv mitzumachen – beispielsweise in der Woche als Zeichen der Solidarität in der Woche einen weißen Schal oder ein weißes Tuch zu tragen ggf. keine Kirche zu betreten oder als Frau jegliches ehrenamtliches Engagement ruhen zu lassen.

Der Pfarreirat Liebfrauen hat sich auf seiner Sitzung am 29. April 2019 mit dem Thema auseinandergesetzt und unterstützt die Aktion ausdrücklich.

Stellvertretend für die kfd Gruppen in der Pfarrei Liebfrauen: Barbara Kampshoff (Sprecherin kfd Liebfrauen), Hedwig Bruckmann (Sprecherin kfd St. Paul), Ute Gertz (geistl. Leiterin kfd Liebfrauen).

Links: Facebook Maria 2.0        Website Maria 2.0          Petition
Veröffentlicht: 02.05.2019