Pilgerreise in das Heilige Land - 5. Tag

Die vergangene Nacht ( vom 28. auf den 29.3.) war kurz. Denn in Israel wurden die Uhren auf Sommerzeit umgestellt. Wegen des Sabbat zwei Tage früher als andere Länder in Europa. So ist die israelische Zeit zwei Stunden voraus gegenüber der mitteleuropäischen Zeit. Die Pilgergruppe startete zudem früh in den Tag mit einem Gang quer durch die Altstadt Jerusalems, vom Damaskustor bis zur Grabes- bzw. Auferstehungskirche. Nach einer Besichtigung des Kreuzigungsaltars (Golgotha), der Kreuzauffindungskapelle, die der Hl. Helena, Mutter von Kaiser Konstantin, gewidmet ist, feierten die Pilgerinnen und Pilger im lat. Teil der Grabeskirche um 9.00 Uhr die Hl. Messe. Die Gedächtnisfeier von Tod und Auferstehung Jesu am Ort des Geschehens war für einige Pilger wieder einmal der ruhige Punkt im umtriebigen Tourismusgeschehen in der Altstadt. Da das Grab Jesu gereinigt wurde und der Kreuzigungsaltar durch eine Messfeier nicht zugänglich war, wurde das Aufsuchen der Hl. Orte auf den Nachmittag verlegt, in die freie Zeit, die die Gruppe zur Verfügung hatte und damit jeder und jedem selbst überlassen. Nach dem Gottesdienst ging es zum Jaffator, wo Arbed mit dem Bus wartete. Denn es stand ein Besuch im Israel Museum mit dem Shrine of Book auf dem Programm. Zunächst schauten sich die Bocholter das große Modell der Altstadt an. Die Erläuterungen von Guide Uri waren dabei sehr hilfreich. Im Shrine of Book sind Gegenstände ausgestellt, die bei den Ausgrabungen einer alten Siedlung (Essener Gemeinschaft) bei Qumran gefunden worden waren. Dazu zählen vor allem Schriftrollen. Eine davon ist im Shrine, von der Form gebaut in Anlehnung an einen Tonkrug mit Deckel, ausgestellt.  Nach dem Besuch ging es wieder zurück in die Altstadt auf einen schönen alten Platz mit Brunnen, dem Muristan. Nach einigen Infos zum Mittagsimbiss und über mögliches Programm in der Freizeit konnte jede und jeder des eigenen Weges gehen, um noch Weiteres zu besichtigen oder auf dem Basar sich zu tummeln und einzukaufen.
Die freie Zeit hat für so manches schöne Erlebnis und manchen erfolgreichen Einkauf auf dem Basar gesorgt. Erholt, entspannt und erfreut versammelte sich die Pilgergruppe vor dem Abendessen, dem letzten in Jerusalem, um die Infos für den nächsten Tag zu hören und Absprachen zu treffen. Beim anschließenden Beisammensein, das wegen des Sabbat mit Livemusik untermalt war, wurden die Erlebnisse der vergangenen Tage noch einmal gesammelt. „Nächstes Jahr in Jerusalem“ - so verabschieden sich die Pilger in der Heiligen Stadt.
 
Veröffentlicht: 30.03.2019