Pilgerreise in das Heilige Land - 3. Tag

Das frühe Aufstehen und das schnelle Frühstück hatten sich im Tagesrückblick gelohnt:  Der Guide Uri hatte vorgeschlagen, den Tag früh zu beginnen und zuerst den Garten Getsemani und die Kirche der Nationen aufzusuchen, bevor die vielen Pilgergruppen lange Warteschlagen bilden. Und genau so war es. Sowohl im Garten Getsemani wie auch in der Kirche der Nationen waren die Pilgerinnen und Pilger aus Liebfrauen Bocholt die einzige Gruppe und konnten diese Orte mit den biblischen Texten in Ruhe auf sich wirken lassen.
Anschließend ging es zur Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem. Nach einen anderthalbstündigen Gang durch das Museum, in dem die Geschichte des Holocaust dokumentiert ist, folgte ein Rundgang über das Gelände mit Besichtigung der Halle der Nationen, des Kinder Memorial, dem Tal der zerstörten jüdischen Gemeinden und der Allee der Gerechten. Die meiste Zeit ging die Gruppe den Weg schweigend; gingen die Bilder und Eindrücke doch sehr unter die Haut angesichts des Ausmaßes der schrecklichen Ereignisse. Gedenken und Erinnern - wie wichtig und aktueller denn je!
Bei der anschließenden Mittagspause konnten einige Mitglieder der Pilgergruppe anhand der Wandgemälde im Lokal ihr biblisches Wissen unter Beweis stellen.
Dann stand die Begehung des Ölbergs auf dem Programm mit Besichtigung der Himmelfahrtskapelle, der Vater Unser Kirche und der Kirche Dominus Flevit. Dort feierte die Gruppe mit Blick auf die Altstadt von Jerusalem die Hl. Messe; auch beim Mahl Jesu ging es um Gedenken und Erinnern.
Vor dem Abendessen nutzte ein Großteil der Gruppe die freie Zeit zu einem Gang durch die Altstadt, vom Damaskustor bis zum Österreichischen Hospiz. Im „Wiener Café“ gab es einen Verlängerten oder Braunen.
Bei und nach dem Abendessen prägten intensive Gespräche das Beisammensein der Pilgerinnen und Pilger. Ein schöner Tag bei Sonnenschein ging zu Ende.
 
Veröffentlicht: 28.03.2019