Sonntagsgruß

Liebe Gemeinde!
„Da ist der Türöffner!“ – „Bitte dort den Türöffner drücken!“ Unzählige Male höre ich diese Worte den Tag über im Pfarrbüro. Die Sekretärinnen weisen die Besucher im Pfarrbüro darauf hin, dass die Eingangstüre sich automatisch öffnet und dazu nur der Türöffner zu bedienen ist. Letztens meinte eine Besucherin auf den Hinweis der Sekretärin: „Ach ja! Irgendwann lerne ich das noch.“ – Wenn ich manchmal, wie z. B. an der Kirche, Personen die Tür offen halte, dann sind sie überrascht über die Freundlichkeit. Dabei ist „Türöffner“ für mich eine schöne Beschreibung für einen Christ, eine Christin. Jetzt im Advent werde ich erneut daran erinnert, Türen zu öffnen und damit Räume für Gottes Wirken zu ermöglichen oder selbst wahrzunehmen. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!“ – Ich bin eingeladen, ja aufgefordert, mich neu für Gottes Kommen und Wirken zu öffnen. In anderen Adventsliedern wird deutlich, dass Jesus Christus der Türöffner ist, der uns das Himmelstor, also den Zugang zu Gott, eröffnet hat. – Wem mögen Sie an diesem 2. Adventssonntag, in dieser Adventszeit, die Tür ihres Hauses, ihres Herzens, Ihres Lebens öffnen und einlassen? Wem möchten Sie eine Tür zu mehr „Gott ist dir nah“ öffnen. Nicht Türsteher sein, der den Eingang kontrolliert oder verhindert, sondern „Türöffner!“ – Die Worte im Eingangsbereich des Pfarrbüros erinnern mich immer daran, wer ich als Christ sein kann.
Ich wünsche Ihnen einen besinnlichen 2. Adventssonntag,
Ihr Pastor
Rafael van Straelen

 
Veröffentlicht: 07.12.2018