Taizégebet mit Projektchor in St. Gudula, Rhede

Es wurde eng in den großen Feuerschalen, als 850 Besucher des Taizégottesdienstes am vergangenen Sonntag ihre Kerzen in der Kirche St.-Gudula nach vorne brachten. „Mit dieser großen Anzahl an Besuchern hatte niemand gerechnet“, so André Bösing, Pastoralreferent der Gemeinde, der den Gottesdienst mit Jugendlichen aus der Gemeinde vorbereitet hatte, „doch in dieser Zeit scheinen schlichte und besinnliche Angebote wohl gefragt zu sein“. Das ökumenische Gebet hat bereits eine lange Tradition und stammt aus Frankreich, wo Frère Roger diese Form des Gebetes für und mit Jugendlichen in den Nachkriegszeiten entwickelte. Seither zieht es immer mehr Menschen von Jung bis Alt mit seinen ausgeprägten Liedern und der schlichten Liturgie in den Bann.
Monika Hebing, Organistin und Chorleiterin der Gemeinde St.-Gudula freut sich besonders über den hohen Zuspruch zu dem Projektchorangebot. 150 Sängerinnen und Sänger aus Rhede, Bocholt und sogar den Niederlanden hatten sich mit vier intensiven Chorproben auf den Abend vorbereitet und Lieder einstudiert. „Mir hat es große Freude bereitet mit so vielen Menschen zusammen zu singen“, so Eva Winter, die mit 11 Jahren als jüngste Sängerin des Chores, zu Alois Passerschröer mit 85 Jahren eine große Altersspanne hatte. Trotz der internationalen und altersübergreifenden Besetzung des Chores war der Gesang in guter Abstimmung. „Ich freue mich, wenn einige der Projektchorsänger, die teilweise zum ersten Mal Chorerfahrungen machen durften, erfahren konnten wie Gesang die Herzen berührt und dass man in einem großen Chor eine gemeinsame Glaubenstiefe erfahren kann“, so Hebing. Besonders stimmungsvoll wurde die Musik durch die Begleitung von 8 professionellen Instrumentalisten und den Solisten.
Obwohl der Gottesdienst eineinhalb Stunden dauerte empfanden die Besucher die Zeit als kurzweilig und so gab es zu guter Letzt auch noch eine Stärkung vor der Kirche beim Lagerfeuer, wo Pfadfinder der Gemeinde Kakao und Glühwein anboten. Bösing freut sich schon wieder auf den nächsten Herbst, wo es für die Rheder wieder einen großen Taizéabend geben wird, der als Einstimmung in die kalte Jahreszeit eine gute Besinnung bietet.

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Veröffentlicht: 09.11.2018