Sonntagsgruß

Liebe Gemeinde!
Im Sonntags-Evangelium fällt ein Satz, der gelegentlich auch „das Evangelium in einer Nussschale" genannt wird. Eine Bezeichnung, über die es sich lohnt nachzudenken. Dieser Satz bei Johannes 3,16 lautet: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat." Vielleicht ist das wirklich ein gutes Bild für diesen Satz; dürr und klein wie eine Nussschale, - und doch zugleich ein ganzes Leben, dass es tragen kann!
Ohne dieses Evangelium dabei sofort bis zum Ende meditiert zu haben: Ist nicht vielleicht schon das eine Frucht der Fastenzeit wenn ich glauben darf, dass Gott im stürmischen „Auf" und „Ab" meines Lebens mir bleibend in Liebe zugewandt ist und ich ihm vertrauen darf?
Eine „Arche Noah" wäre großartiger als eine „Nussschale" – aber manchmal bieten mir die Themen der Fastenzeit nur „Vertrauen" an Stelle von „Sicherheit".
Glauben Sie, dass diese Nussschale auch sie trägt?
Einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche wünscht
Pastor Ulrich Kroppmann
Veröffentlicht: 09.03.2018