Liebfrauen - Katholische Kirchengemeinde in Bocholt

 

Ausstellungseröffnung in der Liebfrauenkirche

Bereits zu Beginn der Vorabendmesse wurde für die Gottesdienstbesucher das mit weißem Tuch verhüllte Auferstehungskreuz im Altarraum sichtbar.
Das Tuch dient als Projektionsfläche für ein Bild, das mithilfe eines Beamers gezeigt wurde. Pfarrer van Straelen begrüßte an dieser Stelle die Künstlerin Bärbel Möllmann und lud dazu ein, nach dem Gottesdienst zur Eröffnung der Kunstausstellung zu bleiben und sich die Gedanken und Anregungen zu den verschiedenen Installationen im Kirchenraum erörtern zu lassen.
Neben zahlreichen Gottesdienstbesuchern trafen um 18:00 Uhr weitere Kunstinteressierte zur Eröffnung ein. Van Straelen begrüßte alle Anwesenden und hieß vor allem die Künstlerin selbst herzlich willkommen. Er führte zur Erläuterung aus, dass es dazu die Vorgeschichte gibt, dass Bärbel Möllmann schon 2016 einmal den Kirchenraum als Ausstellungsfläche nutzte. Während seinerzeit kleinere figürliche Arbeiten zu sehen waren, nimmt Möllmann diesmal Maria, die Mutter Jesu und Patronin unserer Pfarrei in dieser Ausstellung stärker in den Blick.
Pfr. van Straelen und Bärbel Möllmann bedankten sich zunächst noch bei den Akteuren "im Hintergrund", die mitgeholfen haben, dass die einzelnen Objekte im Kirchenraum platziert werden konnten und somit die Ausstellung auch möglich wurde.
Die Künstlerin führte dann zu den einzelnen Objekten einige Gedanken und Ideen der Betrachtung aus. Die in Frischhaltefolie eingehüllte Pieta war dabei dem Betrachter deutlich im Blick und lässt die Frage der Künstlerin offen: "Wie entstehen Bedeutung und Wirken eines Bildes, und welche Rolle spielen dabei Sichtbarkeit und Verdeckung?". Runde Spiegel im Kirchenraum lassen einen Perspektivwechsel zu und ermöglichen andere Blickwinkel. Vermutlich wird der ein oder andere Betrachter erstmals die Friedenstaube im Dach der Kanzel entdecken. Ein weiterer Spiegel lässt den Blick auf das Grabtuch im Kirchenfenster zu. Ein Betrachtungs-Standort ist mit aufgemalten Fußspuren vorgegeben… spätestens dann wird auch die Idee der Projektion auf das Kreuz im Altarraum verständlich – schauen Sie bei Gelegenheit einfach einmal herein und lassen Sie sich von den künstlerischen Ideen inspirieren. Gelegenheit dazu gibt es noch bis Sonntag, 22. November 2026.

Text / Fotos: georg borgers
Veröffentlicht: 26.10.2026


 


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