Sonntagsgruß

Liebe Leserinnen und Leser,

seit Wochen begrüßen mich morgens am Ortseingang Bocholt Wahlplakate. Und ich kann mir nicht helfen, aber bei meiner Wahlentscheidung zur Landtagswahl haben die Plakate mir nicht geholfen. Mich packen sie nicht, die vereinfachen und manchmal platten Slogans.

Trotz der Plakate habe ich mich entschieden, wer heute mein Kreuz bekommt. Die Entscheidung ist nicht leicht gefallen, und den ein oder anderen Kompromiss gehe ich mit meiner Entscheidung ein. Aber klar ist für mich: Es gibt keine Alternative, nicht für Deutschland und nicht dazu, nicht wählen zu gehen.
Denn ich habe das große Privileg, in einem Land zu leben, in dem ich meine politischen Vertreter*innen frei und geheim wählen darf.

Ich nutze das Privileg, weil ich mit meiner Stimme einen kleinen Beitrag dazu leiste, dass unsere Gesellschaft offen und tolerant bleibt, sich um ein gerechtes Miteinander bemüht und von Solidarität geprägt ist.

Ich nutze das Privileg, weil ich in einer Demokratie leben möchte, die Frieden und Freiheit zu ihren Leitlinien macht; sodass die Präambel der Verfassung des Landes NRW nicht nur eine leere Worthülse ist:
„In Verantwortung vor Gott und den Menschen, verbunden mit allen Deutschen, erfüllt von dem Willen, die Not der Gegenwart in gemeinschaftlicher Arbeit zu überwinden, dem inneren und äußeren Frieden zu dienen, Freiheit, Gerechtigkeit und Wohlstand für alle zu schaffen, haben sich die Männer und Frauen des Landes Nordrhein-Westfalen diese Verfassung gegeben.“

Dankbar für das Recht auf eine Wahl, gehe ich am Sonntag wählen. Ich hoffe, viele tun es ebenso.

Ich wünsche Ihnen und Euch einen guten Sonntag

Sonja Stratmann
Veröffentlicht: 13.05.2022




 


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