Impuls Fastenkalender - Ostern - ein Fest der Brüche

Das Wort Brüche ist bei mir eher negativ besetzt. Knochenbrüche tun weh, Brüche in der Biografie sind niederschmetternd, Einbrüche verursachen Schäden und vieles mehr…

Und dann soll Ostern ein Fest der Brüche sein? Ok, die Botschaft, dass Jesus auferstanden sei, bricht wirklich völlig unverhofft in das Leben der Jüngerinnen und Jünger Jesu herein. Folgende Gedanken von Johann Pock haben mich aufhorchen und entdecken lassen, dass Ostern ein Fest der Brüche ist; ganz positiv: ein Fest des Aufbruchs!

Einbruch?
Die Tür ist aufgebrochen, die Stille schreit.
Gestohlen ist die Intimität, die noch Erinnerung garantierte.
Doch dann, wie Schuppen von den Augen:
nicht Einbruch, sondern Ausbruch:
Fort aus dem Gefängnis des Todes,
aus dem Festhalten wollen des Vergangenen,
aus der Hoffnungslosigkeit des Gestern.
Der Stein, des Todes Schutzwall, ist weggerollt.
Aufbruch ist möglich,
Schritte in die Zukunft,
noch unsicher, tastend,
aber beschwingt im Wissen:
Der Umbruch ist unumkehrbar,
der Tod hat nicht das letzte Wort.

Ich wünsche Ihnen und Dir eine Osterwoche mit vielen Aufbrüchen.


Rafael van Straelen
Veröffentlicht: 15.04.2022




 


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