Sonntagsgruß

Liebe Leserinnen und Leser,
am vergangenen Mittwochmorgen fuhren zwei Gärtner mit ihrem Wagen samt Werkzeug in die Parklücke vor dem Kreuz an der Westseite der Liebfrauenkirche in der Wesemannstraße.
Im Rahmen der Turmsanierung ist auch dieses Kreuz „überholt“ worden, das von der KAB gestiftet wurde und an die Naziherrschaft von 1933-1945 erinnert.
Nun sollte wohl der Boden unter diesem Kreuz bestellt werden. Erde wurde verteilt, Samenkörner ausgestreut, sowie einige Pflanzen in die Erde gesteckt.
Das Kreuz Jesu wird auch als „Lebensbaum“ bezeichnet. Eigentlich ein seltsamer Begriff angesichts des Todes an diesem Marterpfahl, aber wenn darunter jetzt neues Leben sprießt und bald richtig aufblühen wird, dann hat dieser Name wohl auch seinen Sinn, finde ich.
Schon sieben Wochen ist es an diesem Wochenende her, dass wir den Sieg des Lebens über den Tod gefeiert haben. Trotz der Pandemie habe ich den Eindruck, dass diese Zeit wie im Fluge vergangen ist.
Ich bin mal gespannt, wie das Beet unter dem Kreuz in ein paar Wochen aussehen wird. Einfach mal abwarten.
Warten tun viele Menschen: Auf ein Zeichen des Friedens in Israel und Palästina, auf einen Impftermin, auf weitere Lockerungen im Alltag und auf den Sommer hin.
Damals haben die Jünger und Jüngerinnen Jesu auch auf etwas gewartet. Auf den Heiligen Geist. Sie hatten wohl keine Ahnung, wann er kommt und wie das wohl aussehen mag, wenn er kommt. Sie haben gewartet.
Abwarten und Tee trinken, oder auch etwas anderes…

Ein frohes Pfingstfest wünscht Ihnen
Klaus Brücks, Pastoralreferent
Veröffentlicht: 21.05.2021




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