Sonntagsgruß

Liebe Gemeinde, ich schaue in den Himmel und frage mich, ob ich noch einen kleinen Oster-spaziergang machen kann oder ob es gleich anfängt zu regnen. Da fällt mir das Gedicht von Heinrich Seidel ein: „April, April! Der weiß nicht, was er will." Sie kennen es vielleicht. Man weiß nie, ob man dem Wetter trauen kann, ob der Frühling durchbricht oder doch der Winter zurückkommt.
Wie sehr ist dieses Gedicht ein Bild für Ostern, den Glauben der Jünger, ja und auch meinen Glauben. Sind doch die Ostererzählungen ein Wechselbad der Gefühle, ein auf und ab von Osterfreude und Zweifeln an der Auferstehung. Es braucht Zeit, bis aus dem ersten Staunen und Erschrecken die endgültige Gewissheit der Auferstehung hervorbricht. Dies gilt für den Glauben der Jünger und für meinen Glauben. Und vielleicht haben auch Sie ähnliche Erfahrungen gemacht.
Liebe Gemeinde, ich wünsche Ihnen und mir in der Osterzeit und darüber hinaus immer wieder die Ahnung, dass Jesus lebt. Eine Ahnung, die zur Hoffnung und schließlich zur Freude über die Auferstehung Jesu wird.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Osterzeit,

Sr. Ulrike Holfeld, Pastoralassistentin

Veröffentlicht: 06.04.2018