Caritas-Sonntag - "Zusammen sind wir Heimat"

„Zusammen sind wir Heimat“, das ist das Motto des diesjährigen Caritassonntags. Mitglieder der Pfarrcaritas Liebfrauen haben in den Mesen an diesem Wochenende dazu informiert.
Woran denken Sie, wenn Sie dieses Motto hören? „Zusammen sind wir Heimat“.
Zwei Antworten auf diese Frage lauten:

Heimat ist da, wo ich mich wohlfühle.
Heimat ist da, wo ich Nächstenliebe spüre.

 
Das heißt doch, dass mein Heimatgefühl maßgeblich geprägt wird von den Beziehungen zu den Menschen in meiner Umgebung. In diesem Geiste der Nächstenliebe und Heimatverbundenheit engagiert sich die Vinzenzkonferenz Heilig Kreuz schon seit 1934 für die Menschen in ihrer Heimatgemeinde. Längst ist daraus ein Engagement für ganz Bocholt und Umgebung geworden, aber auch Hilfs- und Schutzbedürftige in aller Welt erfahren heute die Nächstenliebe aus unserer Gemeinde Liebfrauen.

In den letzten beiden Jahren haben viele Menschen ihre Heimat verloren und sind bei uns auf der Suche nach einer neuen Heimat, in der sie Zugehörigkeit, Sicherheit und Anerkennung erfahren. Danach sehnen sich aber auch diejenigen Menschen, die schon immer hier leben, die sich aber vernachlässigt, unbeachtet und abgehängt fühlen. Diesen Menschen, gleich welcher Herkunft, Religion oder Hautfarbe, ein Gefühl von Zugehörigkeit, ein Gefühl von Heimat zu geben, ist eine Mammutaufgabe, die wir bewältigen müssen. Denn wir können alle nur in Frieden leben, wenn jedem Einzelnen das Minimum zum Leben sicher zur Verfügung steht.

Jeder Einzelne von uns kann dazu seien individuellen Beitrag leisten. Sie können Integrationspate werden, sich bei der Vermittlung der deutschen Sprache einbringen, im Sozialbüro ein offenes Ohr für die Nöte der Mitmenschen haben, als Vorlesepate in der Kita, in der Schule oder im Altenheim tätig werden, am Krankenhausbesuchsdienst teilnehmen, sich in der Vinzenzkonferenz engagieren oder beim Helfenden Handy ihre Fähigkeiten anbieten. Sie können an vielen Stellen in unsrer Pfarrei Liebfrauen dazu beitragen, dass die Menschen in unserer Nachbarschaft Nächstenliebe spüren und eine Heimat haben, wo sie sich wohl fühlen.
 
Das Helfende Handy, das Sozialbüro „Offenes Ohr“, der Ausschuss Caritas & Soziales, der Arbeitskreis Asyl und die Vinzenzkonferenz haben sich seit Jahren schon zum Ziel gemacht, die Menschen in der unmittelbaren Umgebung zu unterstützen durch viele kleine unentgeltliche Hilfen. Ganz konkret bedeutet hier Heimat folgendes:

- Heimat bedeutet, jemanden „barrierefrei“ ansprechen zu können, um ein vorhandenes Problem zu lösen.

- Heimat bedeutet, möglichst lange in vertrauter Umgebung wohnen zu können und zu wissen, wen man ansprechen kann, wenn Hilfe nötig ist.

- Heimat bedeutet, sich vertrauten Gesichtern zuwenden zu können.

- Heimat bedeutet, nachbarschaftliche Hilfen zu erhalten ohne dass Geld eine Rolle spielt.

- Heimat bedeutet, wenn mir andere uneigennützige kleine Hilfen leisten, die zur Verbesserung meiner Lebensumstände beitragen können.

 
Rufen Sie im Pfarrbüro der Pfarrei Liebfrauen an, wenn auch Sie in irgendeiner Weise mit ihren Fähigkeiten dazu beitragen möchten, Menschen zu unterstützen. Wir rufen garantiert zurück, um mit Ihnen Kontakt aufzunehmen und gemeinsam zu überlegen, in welcher Form Sie sich in Ihrer Pfarrei einbringen möchten.
Damit wir sagen können: „Zusammen sind wir Heimat“
Veröffentlicht: 17.09.2017