Kreuzerhöhung Joh 3,13-17

Bis zu den Kar- und Ostertagen sind es noch einige Monate. Der Gedenktag der Kreuzerhöhung führt uns schon jetzt in das Geschehen von Tod und Auferstehung Jesu hinein. Gefeiert wurde dieses Fest zum ersten Mal am 14. September 335, einen Tag nach der Kirchweihe der Grabeskirche in Jerusalem. Den Gläubigen wurde das Kreuz gezeigt, an dem Christus gestorben war. Es wurde erhöht, damit es viele sehen konnten.
Unsere Schriftstelle aus dem Johannesevangelium verbreitet vor allem Zuversicht. Im nächtlichen Gespräch mit Nikodemus macht Jesus deutlich: Erhöhung bedeutet nicht Triumphalismus, sondern schlicht und einfach Sichtbarwerden. Gott zeigt seinen Sohn der Welt. Himmel und Erde sind verbunden durch den Menschensohn Gottes. Ziel ist kein Gerichtsverfahren. Gott herrscht, indem er liebt. Seine Mission lautet: Rettung der Welt. Es bleibt nicht bei Worten. Das Evangelium ruft zur Entscheidung. Jesus wird später tatsächlich erhöht. Der König mit der Dornenkrone wird vom Kreuz aus herrschen. Wer sich in seine Nachfolge begibt, verweigert "Herrschern" wie Hass und Rache die Gefolgschaft. Das Kreuz als Erkennungszeichen von allen, die Liebe nicht nur predigen, sondern in die Tat umsetzen. Kreuzerhöhung als Symbol dafür, dass Leid und Tod in dieser Welt bei Gott nicht übersehen werden. In welcher Haltung und mit welchen Gefühlen blicken wir auf dieses erhöhte Kreuz? Christian Heß (Regens des Freiburger Priesterseminars Collegium Borromaeum)
Veröffentlicht: 14.09.2015


 


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