Patronatsfest in St. Helena Barlo
In der Vorabendmesse am Samstag, 22. August 2026, wurde das Patronatsfest zu Ehren der heiligen Helena in der Barloer Kirche gefeiert. Pfarrer Ulrich Kroppmann begrüßte die Kirchenbesucher und den Kirchenchor St. Helena unter der Leitung ihrer Dirigentin, Andrea Hengefeld. Zu einem Festtag gehören schöne Blumen. Der Altarschmuck war von feinster Güte und Qualität.Kirchenmusikalisch bot der Gottesdienst sehr schöne Momente. So sangen Chor und Gemeinde zu Beginn das Lied: Gott ruft sein Volk zusammen. Diesem Ruf waren viele Gläubige gefolgt. Der Chor sang u.a. das in Barlo immer wieder gern gehörte Ubi Caritas, einer Antiphon aus der Liturgie des Gründonnerstags, angelehnt an den 1. Johannesbrief. Mehrstimmig erklangen in der Folge das Christi du Lamm Gottes und der Herr ist mein Hirt. Andrea Hengefeld dirigierte den Chor feinfühlig; der Organist Philipp Hövelmann begleitete am Piano behutsam. In der Festmesse zu Ehren der heiligen Helena wurden musikalisch Gefühle transportiert, welche die Gläubigen erreichten. Was möchte ein von der Anzahl der Sänger und Sängerinnen kleiner werdender Kirchenchor mehr erreichen ?
Ohne Frage war die Laienpredigt von Frau Andrea Kwakwa – Frieler ein ganz besonderer – und großer Moment in diesem Gottesdienst. Die aus Ghana stammende und beruflich als Krankenschwester im Edith-Stein–Hospiz tätige Frau war mehr als berufen, sich zum Thema der Sommerpredigtreihe HOFFNUNG zu äußern. In ihrer Predigt ging es nicht um Religionswissen-schaftliche Aussagen zum großen Thema HOFFNUNG in Kirche und Gesellschaft. Nein, Frau Kwakwa-Frieler erreichte die Kirchenbesucher mit ihrer Persönlichkeit und starken Texten, in welchem sich viele Gläubige auf Grund eventueller eigener gesundheitlicher Grenzerfahrungen mehr als angesprochen fühlten.
Die HOFFNUNG gibt uns nicht auf jede Frage eine Antwort, so Frau Kwakwa-Frieler. Aber HOFFNUNG wächst, wenn wir sie als Menschen untereinander weitergeben. Sei es im Gespräch oder einem Lächeln. Im Hospiz gibt es sehr viel Leben, sagte sie weiterhin. HOFFNUNG bedeute aber nicht den Tod zu verdrängen. Wörtlich sagte die Predigerin: " Als Christ glaube ich, dass HOFFNUNG an der Grenze lebt. Gott ist bei uns. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Du bist nicht alleine. Du bist geliebt bis zum letzten Augenblick. Auch das ist HOFFNUNG". Starker Applaus der Kirchenbesucher bekundeten Frau Andrea Kwakwa-Frieler großen Dank für ihre warmherzigen Worte.
Mit dem traditionellem Lied zur heiligen Helena beendeten die Gemeinde und der Chor einen Gottesdienst, welcher ihnen ohne Frage gut getan hat.
Text und Fotos : Bernhard Kerkhoff
