Sonntagsgruß
Liebe Leserin, lieber Leser!Eine aufregende und emotionale WM-Nacht liegt hinter uns. Viele haben mitgefiebert, gehofft und bis zum Schluss an unsere Mannschaft geglaubt. Nach dem Rückstand gelang der Ausgleich, doch das folgende Tor von Jonathan Tah wurde nicht anerkannt – eine Entscheidung, über die viel diskutiert wird. Ebenso wird bereits über den möglichen Rücktritt von Julian Nagelsmann gesprochen.
Kaum ist das Turnier für Deutschland vorbei, werden schon die Rücktrittsforderungen gegen Julian Nagelsmann laut. Doch ist es wirklich so einfach? Heute wird oft nach einer Niederlage sofort ein Schuldiger gesucht. Gestern noch gefeiert, heute schon abgeschrieben – das scheint manchmal der Zeitgeist zu sein. Dabei gewinnt eine Mannschaft gemeinsam und verliert auch gemeinsam.
Gerade nach einer Niederlage oder einer Enttäuschung sollten wir nicht vorschnell urteilen. Im Sport gehören Freude und Schmerz, Sieg und Niederlage untrennbar zusammen. Ein einzelnes Spiel oder eine umstrittene Entscheidung sollte nicht allein darüber entscheiden, wie wir Menschen bewerten.
Als Christen dürfen wir uns daran erinnern, dass Jesus nicht dazu aufgerufen hat, vorschnell über andere zu urteilen. Er hat Geduld, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit gelehrt.
In diesem Sinne wünsche ich einen gesegneten Sonntag. Der Alltag soll nicht von Ärger und Enttäuschung bestimmt sein, sondern von Hoffnung, Dankbarkeit und Vertrauen.
Einen guten Start in die Woche.
Melanie Roßmüller
Pastoralreferentin

