Sonntagsgruß
Liebe Leserinnen und Leser,eigentlich wäre heute (19. Mai) wieder mal eine Blutkontrolle bei meinem Hausarzt fällig gewesen. Der Termin ist aber kurzfristig verschoben worden. Einmal pro Quartal wird mein Blut untersucht, und ich finde es schon bemerkenswert, was ein paar Tropfen über den Zustand meines Körpers aussagen können. Solange ich keinen Anruf bekomme, sind die Werte im "grünen" – also nicht im roten – Bereich. Nicht umsonst wird das Blut auch als "Lebenssaft" bezeichnet.
Rot als liturgische Farbe - sichtbar an den Gewändern - weist nicht nur auf das Blut hin, das Jesus am Kreuz in den Passionsgeschichten am Palmsonntag vergossen hat. Die Farbe erinnert auch an die Frauen und Männer, die für ihren Glauben getötet wurden und die deshalb als Märtyrerinnen und Märtyrer bezeichnet und verehrt werden.
Am kommenden Pfingstfest verkörpert Rot auch die Farbe der Zungen, mit denen der Heilige Geist herabgekommen ist. (vgl. Apg 2,3)
Wenn von "frischem Blut" die Rede ist, meinen wir oft den Wunsch nach Nachwuchs in Firmen, Verbänden, Gruppen und ja auch der Kirche. Menschen, die neuen Schwung und Ideen in viele Abläufe bringen können. Sicher denken wir dabei eher an jüngere als an ältere Personen, aber das muss nicht zwangsläufig so sein. Der Heilige Geist kennt keine Altersgrenzen!
Aber er bewirkt in Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, dass die Botschaft Jesu lebendig bleibt; auch in Zeiten, die sich permanent verändern. Damit verhindern sie, dass die Kirche "blutleer" wird, auch wenn es vielen so vorkommen mag.
Solche Menschen sind der "Lebenssaft" in der Kirche. Dies immer wieder zu erleben, erfüllt mich mit Dankbarkeit!
Ein frohes und gesegnetes Pfingstfest wünscht Ihnen
Ihr Klaus Brücks, Pastoralreferent

