Jubiläumskonzert "125 Jahre Liebfrauen" begeistert mit außergewöhnlichem Programm
Im Rahmen des Jubiläums 125 Jahre Liebfrauen fand am Samstagabend, 11. April, ein außergewöhnliches Orgelkonzert in der Liebfrauenkirche statt. Der Organist Philipp Hövelmann entführte das Publikum an der prächtigen Klais-Orgel auf eine Reise durch verschiedene Epochen und Klangwelten – von barockem Prunk bis zu romantischer Klangmalerei.Das Programm erwies sich als ebenso anspruchsvoll wie abwechslungsreich: selten gehörte Werke wie Georg Muffats "Toccata septima" aus Apparatus musico-organisticus, Carl Philipp Emanuel Bachs Sonate a-Moll, Wolfgang Amadeus Mozarts Andante in F-Dur (KV 616) für eine Orgelwalze sowie Gustav Holsts "Venus" aus Die Planeten-Suite bildeten den Kern des Abends. Den krönenden Abschluss bot Johann Sebastian Bachs monumentales Präludium und Fuge Es-Dur (BWV 552) – ein meisterliches Werk, das die ganze Klangfülle und Vielschichtigkeit der Orgel entfaltet.
Besonderen Charme erhielt das Konzert durch die Mitwirkung eines Orgel Schülers Markus Wenk, der als Continuo-Spieler nicht nur alle Hände voll zu tun hatte, sondern in einem Stück sogar zur sprichwörtlichen "dritten Hand" greifen musste. Diese kleine Anekdote sorgte für ein Schmunzeln im Publikum und unterstrich zugleich die Virtuosität und Spielfreude der Musiker.
Mit fein abgestimmter Klangregie, warmen Farben und präziser Artikulation ließ Hövelmann die Klais-Orgel in all ihren Facetten erstrahlen. Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus für einen Abend, der eindrucksvoll zeigte, welche Vielfalt und Ausdruckskraft in diesem Instrument steckt. Ein fulminantes Konzert – und ein würdiger musikalischer Höhepunkt im Jubiläumsjahr der Pfarrei Liebfrauen.

