Kreuz auf Jesu Schultern

Kreuzinstallation in der Liebfrauenkirche und St. Helena-Kirche
Fasten mit den Sinnen – Vertrautes ist verhüllt und Neues zeigt sich.
Seit Aschermittwoch hängt in der Liebfrauenkirche und St. Helena-Kirche jeweils ein alter Eichenbalken als Kreuzinstallation über dem Altar.
 
Zur Kreuzigung hat Jesus, wie es damals üblich war, einen Holzbalken auf den Nacken gelegt bekommen und zum Kreuzigungsort Golgotha getragen. (Also kein Kreuz aus einem Längs- und Querbalken, wie es viele Bilder zeigen.) Der Längsbalken stand am Hinrichtungsort fest in der Erde verankert. Diese Kreuzinstallation weist darauf hin, dass Jesus nicht nur den Holzbalken getragen hat, sondern die Schuld der Welt, die Sünden der Menschen auf sich genommen hat. In einem modernen Kirchelied heißt es:
 
„Holz auf Jesu Schulter, von der Welt verflucht,
ward zum Baum des Lebens und bringt gute Frucht.
Denn die Erde klagt uns an bei Tag und Nacht.
Doch der Himmel sagt uns: Alle ist vollbracht.
Hart auf deiner Schulter lag das Kreuz, o Herr,
ward zum Baum des Lebens, ist von Früchten schwer.
Kyrieeleison, sieh, wohin wir gehen.
Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.“
 
Die Kreuzinstallation lädt ein, die große Tat Jesu zu bedenken.
In seiner Liebe hat er Leiden und Tod auf sich genommen.
Die Früchte vom Baum des Lebens sind
Vergebung, Versöhnung und Leben in Fülle.
Sein Kreuz-Balken ist das Zeichen der Hoffnung,
dass es eine Befreiung von Schuld und Sünde gibt,
dass Gott dem Menschen die Schuld wegnimmt.
Veröffentlicht: 21.02.2015


 


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