Wandelkonzert - ein Kleinod feiner Musik

Sichtlich erfreut begrüßte Pfarrer Axel Gehrmann am vergangenen Freitagabend die Anwesenden in der ev. Christuskirche zum 1. Konzertteil des Wandelkonzertes, so benannt, da der Konzertabend aus drei kleinen Konzerten an drei verschiedenen Orten stattfand. Dieser Konzertabend war eine gemeinsame Veranstaltung von der ev. Kirchengemeinde an der Christuskirche und der Pfarrei Liebfrauen, wie Pfarrer Gehrmann in seiner Begrüßung betonte. Denn in diesem Jahr feiert die evangelische Kirchengemeinde das 125-jährige Bestehen der Christuskirche (erbaut 1901) und die Pfarrei Liebfrauen ihr 125-jähriges Bestehen als Kirchengemeinde (errichtet 20.02.1901).
An der Orgel in der Christuskirche spielte Organist Philipp Hövelmann "Freu dich sehr, du meine Seele" von Georg Böhm und "Nun freut euch, lieben Christen g’mein" von Dietrich Buxtehude. Nach dem Applaus lud Pfarrer Axel Gehrmann ein, zur Agneskapelle am Schonenberg weiterzuziehen. Dort begrüßten mit etwas Verspätung die Pfarrer Rafael van Straelen und Axel Gehrmann gemeinsam die Konzertbesucher, deren Zahl sich erhöht hatte. Die Agneskapelle ist nicht nur ein Gottesdienstort der katholischen Kirchengemeinde, sondern war bis vor der Errichtung der Christuskirche Kirchort der evangelischen Christen in Bocholt. In der Agneskapelle brachte Philipp Hövelmann den Konzertbesuchern zu Gehör: "Bergamasca" von Girolamo Frescobaldi, "Le coucou" von Louis-Claude Daquin und "So soll es sein" von Jan Pieterszoon Sweelinck. Feine Orgeltöne, leicht und manchmal fröhlich verträumt, erklangen mit Blick auf das rote Lichtkreuz. Der Applaus zeigte, wie sehr diese kleine Orgelmusik das Publikum erfreute.
In der Liebfrauenkirche fand das Konzertprogramm eine dreifache Erweiterung: Zum einen erweiterte sich mit Priska Strümpfel und Malik Geissler die Zahl der Musizierenden sowie der Instrumente, neben der Orgel zwei Violinen, zum anderen hatte sich die Zahl der Konzertbesucher noch einmal vergrößert. Es erklangen der 1. und 2. Satz aus dem Violinkonzert a-Moll von Antonio Vivaldi und der 2. Satz aus dem Doppelviolinkonzert d-Moll von Johann Sebastian Bach. Wunderbare Musik. Mit Malik Geissler erlebten die Konzertbesucher ein junges Nachwuchstalent (Schüler von Priska Strümpfel), das in Zukunft im Landesjugendorchesters NRW mitspielen wird, wie Pfarrer van Straelen in seinen Dankeswortes erwähnte. Mit langem Applaus dankten die Konzertgäste den drei Muszierenden für dieses abendliche Kleinod an feiner Musik.

Das Landesjugendorchester NRW ist am Sonntag, 26. Juli 2026, zu einem Konzert in der Liebfrauenkirche zu Gast. Das Konzert beginnt um 18.00 Uhr. Auf dem Programm stehen u. a. zwei bekannte, sehr schöne Werke: Die Moldau von Bedrich Smetana und die 9. Sinfonie "Aus der neuen Welt" von Antonin Dvorak.

Rafael van Straelen
Aktualisiert am 17.06.2026


 

 


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