Sonntagsgruß

Liebe Leserinnen und Leser!

Nach dem Beginn des Krieges russischer Truppen in der Ukraine sprach Bundeskanzler Scholz von einer „Zeitenwende“. Seitdem gehört dieser Begriff zum Alltagsrepertoire von Politikerinnen und Politikern sowie anderer Zeitgenossen. Viele haben versucht, dieses Wort mit Inhalten zu füllen.
Was stellen Sie sich unter einer Zeitenwende vor? Den Abschied vom Berufsleben vielleicht, eine Neuorientierung im privaten Bereich?

In vergangenen Zeiten wurde eine Zeitenwende als besonderes Ereignis gefeiert; so bei Inkas, Kelten, Germanen oder Ägyptern: zum Beispiel die Sommer- oder Wintersonnenwende. Diese Feiern hatten immer einen religiösen Hintergrund und nicht selten wurden Tiere geopfert, manchmal auch Menschen. Die Anwesenden erhofften sich vom Beginn einer neuen „Zeit“ Frieden, eine ausreichende Ernte und Glück.

Im Verhältnis dazu ist die Zeitenwende in der Nacht vom Samstag auf Sonntag kaum der Rede wert. Den Abschied von der MESZ, der Mittel Europäischen Sommer Zeit, werden eh nur einige Nachtschwärmer mitbekommen, wenn überhaupt.
Alle paar Jahre habe ich dann eine Stunde länger Geburtstag, aber auch das ist ziemlich unbedeutend.
Schon gar nicht verbinden wir mit dieser Zeitumstellung einen irgendwie religiösen Aspekt. Aber ich denke gerade daran, dass es einen Herrn über die Zeit gibt, der mir davon ein Stück geschenkt hat.
Eine gute Zeitumstellung und einen gesegneten Sonntag!

Ihr Klaus Brücks, Pastoralreferent
Veröffentlicht: 28.10.2022




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