Sonntagsgruß

Liebe Gemeinde!
„Ich wünschte, ihr wäret ohne Sorgen.“
Was für ein Wunsch in dieser Zeit! Man möchte fast meinen, ein frommer Wunsch. Wer hat nicht Sorgen? Jede und jeder sorgt sich; zum Beispiel um die eigene Gesundheit oder um das eigene Wohlergehen; um möglichst gut durch diese Krisenzeit durchzukommen. Viele sorgen sich um ihren Arbeitsplatz und ihre wirtschaftliche Existenz. Der Sorgen gibt es viele.
„Ich wünschte, ihr wäret ohne Sorgen.“ Der Mensch sorgt sich doch immer, nicht nur jetzt in der Corona geprägten Zeit und der damit einhergehenden Krise. Es heißt doch: Kleine Kinder – kleine Sorgen, große Kinder – große Sorgen. Und: Sorgen gehen und kommen. So sehr der Mensch sich auch ein sorgenfreies Leben wünscht, so stark bleibt der doch in den Sorgen verhaftet. „Sorgen quälen und werden mir zu groß.“  So heißt es im Lied „Meine Zeit steht in deinen Händen.“ (Gotteslob 818) – „Was helfen uns die schweren Sorgen?“ So fragt schon Johann Georg Neumark im 17. Jh. Sein geistliches Gedicht ist bekannt als das Lied „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ mit der Melodie von Johann Sebastian Bach.
„Ich wünschte, ihr wäret ohne Sorgen.“ Dieser Wunsch stammt vom Apostel Paulus. Er schreibt ihn der Christengemeinde in Korinth. – Paulus nimmt dabei in Blick, worum der Mensch sich sorgen kann im Sinne von kümmern. Wir sagen ja auch, dass wir Besorgungen zu erledigen haben. Diese Sorge meint Aufgaben und Dinge, die es zu tun und zu erledigen gilt; im Gegensatz zu den Sorgen, jenen Umständen, die einen mit Sorge erfüllen, mit Angst oder Furcht.
„Gehet nicht auf in den Sorgen dieser Welt, suchet zuerst Gottes Herrschaft; und alles andere erhaltet ihr dazu. Halleluja!“ So heißt es in einem bekannten Lied aus Taizé. (Gotteslob 483)
Die Sorgen bleiben, sowohl die einen wie die anderen. Aber ab und an eine Zeit, einen Moment ohne Sorgen ist für den Menschen wirklich wohltuend. So wünsche ich Ihnen einen sorgenfreien Sonntag und eine gute neue Woche mit möglichst wenig Sorgen,

Ihr
Pastor Rafael van Straelen
Veröffentlicht: 29.01.2021




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