Sonntagsgruß

Liebe Gemeinde!
In der vergangenen Woche habe ich deutlich gemerkt, dass es durch die Zeitumstellung viel früher dunkel wird. Ich kann mich nur schwer an diese frühe Dunkelheit gewöhnen. Am späten Nachmittag ist ja noch nicht Abend.
In der kommenden – so genannten dunklen - Jahreszeit singe ich gerne Abendlieder. Ein sehr schönes Abendlied ist „Du lässt den Tag, o Gott, nun enden“. Ein Lied aus der anglikanischen Kirche. Im katholischen Gesangbuch Gotteslob zu finden unter der Nummer 96.
Da heißt es: „Du lässt den Tag, o Gott, nun enden und breitest Dunkelheit übers Land. Wir waren heute in deinen Händen, nimm uns auch jetzt in deine Hand.“
Das Lied erzählt von Tag und Nacht, Sonne und Licht, Tag und Stunde; aber auch von Gottes Erbarmen, Schutz und Segen.
In der letzten Strophe heißt es: „Am Abend unserer Lebenswende, geleite uns aus Raum und Zeit, geborgen fest in deine Hände, ins Morgenlicht der Ewigkeit.“
Da schlägt das Lied vom Tagesverlauf eine Brücke zum Lebensverlauf des Menschen.
Der Monat November mit seinen Gedenktagen erinnert uns an die Vergänglichkeit. Ich finde sehr tröstlich, was der Liedtext ausdrückt. Er spricht von Lebenswende, nicht Lebensende. Das Leben wird von Gott gewendet, aus Raum und Zeit hinübergeführt in seine Ewigkeit; ins Morgenlicht. – Fest geborgen in Gottes Hand!
Dieser Gedanke lässt mich gut die dunkle Jahreszeit und die Begrenztheit meines Lebens erleben.
Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Sonntag! Kommen sie gut und zuversichtlich durch die neue Woche.
Ihr Pastor       

Rafael van Straelen
 
Veröffentlicht: 06.11.2020




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