Neujahrsgruß

Liebe Gemeinde!
Wenn Eltern ihr Kind zur Taufe angemeldet haben, dann findet in der Regel im Vorfeld ein sogenanntes Taufgespräch mit den Eltern statt. Die Gestaltung des Taufgottesdienstes und die Möglichkeiten des Mitmachens werden u. a. besprochen. Eine Zeichenhandlung in der Tauffeier ist ein Kreuzzeichen, das die Kinder auf die Stirn gezeichnet bekommen als Zeichen des Willkommens und der Aufnahme in die Gemeinschaft der Christen. Ich weise die Eltern gerne darauf hin, dass sie auch ihr Kind mit einem kleinen Kreuz bezeichnen und damit segnen dürfen; nicht nur in der Tauffeier, sondern immer, gerne tagtäglich, zum Beispiel, wenn sie ihr Kind schlafen legen oder ins Bett bringen. Oft ernte ich dann überraschtes, irritiertes, fast ungläubiges Staunen. Ich ermutige die Eltern, ihr Kind zu segnen. Denn das ist die vornehmste Sache der Eltern in der christlichen Erziehung. Ich erinnere mich, dass unsere Mutter uns immer an der Haustüre, bevor es auf den Weg zur Schule ging, beim Abschied gesegnet hat mit einem kleinen Kreuz auf die Stirn. Ein schönes, bestärkendes Ritual. Gesegnet zu werden und zum Segen zu werden für andere. Einander zum Segen werden. In diesen Tagen heißt es oft: Frohes neues Jahr! Oder auch manchmal: Gesegnetes neues Jahr. Das Jahr 2020 möge von Gottes Segen, von seiner Nähe und Liebe erfüllt sein. Der Volksmund sagt, dass Menschen mit ihrem Tod das zeitliche gesegnet haben. So leben, dass durch das eigene Handeln, Denken und Reden Segensreiches für andere Menschen möglich wird. – Vielleicht auch ein schöner Vorsatz für 2020. Vor allem aber zu wissen: Ich bin von Gott gesegnet!
Ich wünsche Ihnen ein von Gottes Segen erfülltes Jahr 2020!
Ihr Pastor
Rafael van Straelen

 
Veröffentlicht: 20.12.2019