Pilgerreise ins Heilige Land - 11. Tag - Abreise

Der letzte Tag der Pilgerreise durch das Hl. Land war angebrochen. Früh am Morgen hatten einige der Gruppe das Schwimmen im See Genesareth noch einmal genossen. Mit aller notwendigen Ruhe konnte gefrühstückt werden, bevor die gepackten Koffer ihren Platz im Laderaum des Busses fanden, alle einstiegen und die Fahrt begann, auf der auch wieder Klippdachse zu sehen waren, die auf den warmen Steinen am Straßenrand in der Sonne lagen. An Dalmanutha, einem Platz am See, der zur Brotvermehrungskirche Tabgha gehört, feierten die Pilgerinnen und Pilger ihren Abschlussgottesdienst. Mit Blick auf den See, über den sich die Morgensonne zeigte, erklangen Gesänge und Gebete; und ein letztes Mal lauschte man den Worten der Bibel. Alles passte zusammen bei diesem stimmungs- und eindrucksvollen Gottesdienst. Am Ende der Feier erhielten alle einen Stein mit dem Motiv von Tabgha, den Pfarrer van Straelen zuvor gesegnet hatte.
Dann hieß es: "Kommt! Wir gehen!"  Auf zum Flughafen Ben Gurion. Unterwegs gab es noch eine Mittagspause, für die Arbed, der Busfahrer, Pizza mit Oliven und Pizzabrot, wahlweise mit Kräutern, Zwiebeln oder Käse belegt, besorgt hatte. Nach fast zehn Tagen Falafel ein Hochgenuss für die Bocholter Pilger. Dazu gab es Tomaten, Gurken und Wassermelonen. Alle langten kräftig zu und aßen mit großer Freude.
Auf der Weiterfahrt zum Flughafen war es an der Zeit Dank zu sagen: Dank an Arbed für sein umsichtiges Fahren und die Organisation der Mittagsimbisse und der täglichen Versorgung mit Wasser. Dank auch an Uri für die sehr gute Begleitung und kenntnisreiche Führung durch das Land und zu den heiligen Stätten. Es war sehr herzlich und persönlich von ihm gestaltet worden. Kräftiger Applaus und Trinkgeld durften natürlich nicht fehlen. Für die Pilgergruppe dankte Rainer Venhorst auch Pfarrer Rafael van Straelen für die biblischen Impulse, Gottesdienste und geistliche Begleitung.
Am Flughafen angekommen hieß es Abschied nehmen von den beiden lieb gewordenen Begleitern Arbed und Uri. Die Sicherheitsbefragung im Flughafen ließ auf sich warten. So hieß es dann nach der Befragung plötzlich, zügig einchecken, durch die Sicherheits- und Passkontrolle. Leider ohne Kaffeepause war die Pilgergruppe pünktlich für das Boarding am Gate. Der Flug von Tel Aviv nach Wien verlief ruhig und angenehm. Der Flug von Wien nach Düsseldorf war eher unruhig. Nach der Landung in Düsseldorf wartete schon der Bus, um die Pilgerinnen und Pilger nach Bocholt zurückzubringen. Kurz nach Mitternacht kamen die Jerusalem-Pilger in Bocholt wohlbehalten an.
Hiermit endet die Pilgerreise ins Hl. Land 2019 und damit auch diese Berichterstattung. Gerne hat der Verfasser die Erlebnisse der Pilgergruppe Liebfrauen Bocholt niedergeschrieben und alle Leserinnen und Leser daran teilhaben lassen. Mit noch größerer Freude hat er der Pilgergruppe das Land Jesu näher gebracht, das er selbst wegen seiner Schönheit und der biblischen Botschaft, die dort verortet wird, so sehr liebt. Herzlichen Dank an dieser Stelle dem Mit-Pilger Rainer Venhorst, der durch seine Fotoaufnahmen die Tagesberichte bebildert hat. Herzlichen Dank für das Interesse und die Aufmerksamkeit. Schalom und „Auf Wiedersehen in Jerusalem“ beim nächsten Mal.
Rafael van Straelen,
Pastor (Hirte der Pilgergruppe)



 
Veröffentlicht: 05.04.2019