Pilgerreise ins Heilige Land - 7. Tag

Das Tagesprogramm des Sonntags begann mit der Feier der Hl. Messe. Eigentlich sollte diese am Ufer des Sees Genesareth sein. Wegen des Regens, der übrigens die Pilgergruppe den ganzen Tag über begleitete, wurde diese in der Kapelle des Pilgerhauses Tabgha gefeiert. Eine schöne kleine Kapelle, die der Gruppe für die gemeinsame Feier sehr entgegenkam. Nach der Feier der Sonntagsmesse machten sich die Bocholter Pilgerinnen und Pilger auf den Weg zum Berg der Seligpreisungen.

Ergänzend zu den Erklärungen von Guide Uri las Pfarrer van Straelen die Bergpredigt (Mt 5-7), die zu diesem Ort gehört. Nach dem Besuch auf dem Berg, besser Hügel, ging es zurück zum Seeufer. Wie für viele andere Pilgergruppen, deren Zahl man an den Bussen auf den Parkplätzen zählen konnte, standen an diesem Tag weitere Wirkungsorte Jesu auf dem Programm. So suchten die Liebfrauen-Leute die Brotvermehrungskirche Tabgha auf. Die Bodenmosaiken boten nicht nur das berühmte Motiv vom Korb mit den Broten und den zwei Fischen in Anlehnung an die Erzählung von der Brotvermehrung, sondern auch ein Nilometer, Pflanzen und Tiere aus der Orientalen Welt. Die Brotvermehrung bot den willkommenen Anlass zur Mittagspause überzugehen. In einem Fischlokal wurde Petersfisch mit reichlich Salat aufgetischt. Leider fand sich in keinem Fisch eine Münze (vgl. Mt 17, 24-27).

Nach dem sonntäglichen Mittagsmahl ging es zur Primatskapelle, in der die Bocholter Pilger einmal allein waren und in Ruhe die Erzählung von der Berufung der Jünger sowie vom reichen Fischfang und der Begegnung mit dem Auferstandenen hören konnten. In naher Nachbarschaft liegt Kafarnaum, der Ort, der für Jesus der Ausgangspunkt und Wohnort seines Wirkens am See gewesen ist. Besonders beeindruckend war die Besichtigung der orthodoxen Kirche, deren Wandmalerereien viele Taten Jesu in Kafarnaum zeigen. Da der anhaltende Regen eine Fahrt auf die südlichen Golanhöhen nicht sinnvoll erscheinen ließ, kehrte die Pilgergruppe zu einem Kaffee im Lokal des Kibbuz En Gev ein. Der Weg zurück zur Hotelanlage des Kibbuz haben einige zu Fuß, andere mit dem Bus zurückgelegt.

Vor dem Abendessen gab es noch eine kleine Überraschung und ein Ständchen: Petra und Gregor Kampshoff hatten ihren 30. Hochzeitstag. Die Gruppe gratulierte zu diesem Ehejubiläum mit „Viel Glück und viel Segen“ vierstimmig im Kanon gesungen. Mit einem Arak stießen alle auf das Wohl der beiden an. Das Beisammensein nach dem Abendessen war (leider) von einer Abschlussparty einer anderen Gruppe mit Karaokegesängen überlagert. Von der ausgelassenen Stimmung ließen sich auch einige aus unserer Pilgergruppe anstecken und zum Mitmachen hinreißen. Dem Jubelpaar stand natürlich ein Tanz in Ehren zu. So klang dieser Tag auf ganz eigene Weise aus.
Veröffentlicht: 31.03.2019