Sonntagsgruß

Dieser Tage stieß ich auf der Suche nach einem Text auf den alten Sommerpsalm von Hanns-Dieter Hüsch. Ich möchte Ihnen den nicht vorenthalten. Vielleicht schon als Ausblick in die Sommerferien, wenn gerade die Alltagshektik nochmal Fahrt aufnimmt.
„Im Übrigen meine ich, dass Gott, unser Herr, uns einen großen Sommer schenke. Den Familien einen Korb voll Ruhe und viele hoffnungsvolle Blicke auf grün und blau. Wiesen und Wasser und weiße Strände. Leise Monate. Dass er das Geschrei aus der Welt nimmt, Ruhe und Stille verordnet. Dazu gehört, dass er den Kriegern das Handwerk aus den Händen nimmt. Und denen, die ohne Arbeit sind, die Hoffnungslosigkeit.
Und die Mächtigen nicht zu Mafiosi werden lässt. Alle können wir daran mittun und daran arbeiten, dass das Leben langsamer verläuft, dass die Welt alle Aufregung verliert. Und die Menschen sich länger ansehen können,
um sich zu sagen: Wir lieben euch!
Gott, unser Herr, möge diese Stille segnen. Möge diese Stille denen überall in die Ohren blasen, die unsere Zeit noch schneller machen möchten und damit noch kürzer, noch atemloser.
Gott, unser Herr, wir bitten dich: Mach es!
Auf dass unser Herz wieder Luft schnappen kann, unser Auge aufhört zu zappeln und unser Ohr wieder richtig hört und nicht alles vergisst.
Denen, die uns dies austreiben möchten, möge Gott, der Herr, einen Blitz ins Gesäß jagen, damit sie ihr unmenschliches Tun einsehen und die Menschen seines Wohlgefallens in Ruhe lassen.
Und wir wollen unseren Herrgott abermals bitten, dieses Ansinnen von uns und überall zu segnen. Und weil es sein muss sofort und immerdar!
Danke und Amen. „
Hanns Dieter Hüsch

In diesem Sinne wünsche ich eine gute Woche und eine entspannende Sommerzeit!
Ute Gertz, Pastoralreferentin
 
Veröffentlicht: 15.06.2018