Gottesdienst und Infostand am 13. 12. 2016

Die Vinzenz-Konferenz Hl. Kreuz Bocholt lädt ein zu einem Gottesdienst mit anschließendem Infostand zur bundesweiten Aktion „Den Durchblick behalten“.
Bereits seit dem Jahre 2012 unterstützen die Vinzenz-Konferenzen des Erzbistums Paderborn armen Menschen bei der Anschaffung von Brillen. Nach einem Beschluss auf dem Hauptrat, dem höchsten Gremium der Vinzenzkonferenzen Deutschlands, greifen die Vinzenz-Konferenzen dieses Thema zusammen mit young caritas bundesweit auf und fordern im Rahmen einer Petition die dazu notwendigen gesetzlichen Vorgaben zu schaffen. Dieses mit dem Ziel, dass auch Menschen die es sich nicht leisten können zu einer Sehhilfe kommen.
Aktuell zu diesem Thema lädt die Vinzenz-Konferenz Hl. Kreuz Bocholt zu einem Gottesdienst am Dienstag, den 13. 12. 2016, um 19.00 Uhr in die Pfarrkirche Hl. Kreuz Bocholt ein. Dieser Termin bietet sich auch dadurch an, weil der 13. Dezember auch gleichzeitig der Gedenktag der Hl. Ottilie ist (Schutzpatronin der Sehbehinderten). Nach dem Gottesdienst wird es einen Infostand der Vinzenz-Konferenz Hl. Kreuz Bocholt geben an dem Listen ausliegen um sich der Petition durch Unterzeichnung anzuschließen.
50 % der Menschen in unserer Stadt benötigen statistisch gesehen eine Brille. Gesetzliche Krankenkassen haben Brillen schon seit gut 10 Jahren aus ihrem Leistungskatalog gestrichen. Ausnahmen sind nur für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre und Menschen mit einer sehr starken Sehbeeinträchtigung vorgesehen. Für Brillenträger ist der Kauf einer Brille zumeist ein kostspieliges Unterfangen, selbst wenn es Brillengestelle zum Nulltarif gibt. Problematisch, gar unmöglich wird die Anschaffung einer Brille für Menschen mit kleinem Einkommen, für Hartz IV Bezieher oder Grundsicherungsempfänger und auch für Menschen in z.B. Altenhilfeeinrichtungen, die nur über ein Taschengeld verfügen. Denn für sie alle gibt es keinerlei finanzielle Unterstützung, wenn sie eine Brille benötigen.
Daran nehmen die Vinzenz-Konferenzen Anstoß und fordern in ihrer Kampagne „Den Durchblick behalten“ sozialgesetzgeberische Korrekturen. „Es kann nicht sein, dass alle von Teilhabe reden und dann Menschen mit geringem Einkommen genau diese Teilhabe verwehrt wird, weil sie sich keine Brille erlauben können. Wie soll ich als Brillenträger am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, wenn ich nichts sehe!“, berichtet Wilfried Notten, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Vinzenz-Konferenz Hl. Kreuz Bocholt. Weiter führt er aus: „Prävention wird immer wieder beschworen. Oder auch Sturzprophylaxe für alte Menschen. Dann muss es doch bei Menschen mit einer Sehschwäche selbstverständlich sein, dass man ihnen zur Vorbeugung von Unfällen den Kauf einer Brille ermöglicht.“
Die Vinzenz-Konferenz Hl. Kreuz Bocholt bittet die Bevölkerung darum, die Petition für eine Berücksichtigung von Brillen für Menschen mit kleinem Einkommen in der Sozialgesetzgebung mit zu tragen. Die Möglichkeit dazu sich der Petition anzuschließen bietet sich nach dem Gottesdienst am Infostand der Vinzenz-Konferenz oder auch im Internet unter (www.dendurchblickbehalten.de) oder (www.vinzenz-gemeinschaft.de). Helfen Sie mit und unterstützen Sie die Aktion „Den Durchblick behalten“ durch Ihre Unterschrift. 
Veröffentlicht: 05.12.2016