Kirchenchor Liebfrauen unterwegs in Duisburg

Am Sonntag, den 18. Juni 2009 unternahm der Kirchenchor zusammen mit Familienmitgliedern seinen alle zwei Jahre stattfindenden  Ausflug. In diesem Jahr brachte uns der Bus nach Duisburg zum Hafen. Die Autobahn war so schön leer, dass wir viel zu früh am Schwanentor ankamen, darum konnten wir noch am Ufer des Binnenhafens durch den Garten der Erinnerung bis zur Synagoge und zur Küppermühle entlang schlendern.


Um 11.00 h ging es dann auf einem vollbesetzten Schiff auf Tour durch den größten Binnenhafen Europas, vorbei an Silos, Ladekränen, Container-Stapelplätzen und riesigen Schrottbergen, auf denen die Gegenleistungen der Abwrackprämien warten, wieder zu Rohstahl verarbeitet zu werden.


Auch Schiffe, sogenannte Kü-Mos (Küstenmotorschiffe) mit sehr exotischen Herkunftshäfen fielen auf, sie fahren  aus steuerlichen Gründen unter Flaggen karibischer Inseln, werden aber ihre Heimathäfen mit Sicherheit nie sehen.
So wurden uns viele interessante Informationen geboten und das alles bei herrlichem Sonnenschein.


Eine „See“fahrt macht hungrig, also brachte uns der Bus auf die andere Rheinseite in den „Eurohof“. Der Name hört sich sehr nichtssagend an aber wir haben gut dort gegessen, zumal Reinhold Möllmann in bewährter Manier die vorher ausgewählten Gerichte auf unterschiedlich farbige Zettel geschrieben hatte, so dass jeder von den Kellnern, ohne dass lange gesucht werden musste, sein bestelltes Mittagessen serviert bekam.
Das Lokal war übrigens eine Empfehlung von unserem Pastoralreferenten Klaus Brücks.
Damit war aber der Ausflug noch nicht zu Ende: Kamp-Lintfort, besser: der Ortsteil Kamp bietet dem Besucher einen besonders schönen Anblick, wie m an ihn so nicht unbedingt in unserer Region erwartet.


Unterhalb des auf einem Hügel liegenden früheren Zisterzienserklosters erstreckt sich ein schöner, erst seit einigen Jahren wieder so hergerichteter Barockgarten, der einige Ähnlichkeit mit dem Terrassengarten von Schloss Sanssouci in Potsdam hat.
Wir bummelten durch den Garten, bewunderten den Mangold und den Fenchel, die als Zierpflanzen gesetzt waren, informierten uns über die Geschichte der Anlagen, schauten uns die reich ausgestattete Kirche –übrigens auch eine Liebfrauenkirche – an und genossen im Café ein Stück Erdbeerkuchen mit Sahne und Kaffee. Ein besonderes Schmuckstück neben der Kirche ist ein Kräuter-beziehungsweise Apothekergarten mit vielen Gewürz- und Heilpflanzen, der von vielen Chormitgliedern mit großem Interesse besichtigt wurde. Eine oder andere nahmen sich sogar Pflanzen, Tee oder Rübenkraut als Souvenir mit nach Bocholt.


So endete der gelungene Ausflug ohne einen Tropfen Regen – Charlotte Möllmann hatte wirklich einen guten Draht zu Petrus – gegen 19 Uhr in Bocholt.