Der Gemeinschaft mit Jesus auf der Spur - Kinderbibelwoche vom 09.bis 12. Mai

26 Kommunionkinder haben im Rahmen der Aufbaukatechese an einer Kinderbibelwoche im Jugendheim Liebfrauen teilgenommen. Gemeinsam mit dem Vorbereitungsteam (Beate Angenendt, Christiane Brähler, Hildegard Stöcker ,Maria Wissing und Klaus Brücks) haben die Kinder anhand verschiedener Texte aus den Evangelien erfahren, wie wichtig für Christen die Gemeinschaft mit Jesus Christus ist.

Ein wenig konnten sie am ersten Nachmittag die Angst der Jünger im Boot nachfühlen, das in einen Sturm gerät, den erst Jesus bändigen konnte. „Mit Jesus in einem Boot“ – diesen Gedanken aus Mk 4,35-41 haben die Kinder durch das Gestalten eines Bootes aus Ton umgesetzt.

So wie ein Rebzweig ohne den Weinstock nicht leben kann (vgl. Joh 15,3-8) so können auch Menschen als Christen ohne die Verbindung zu Jesus Christus ihren Glauben nicht leben. Erkennbar wird dieser Glaube an den „Früchten“ sowie die Weintraube die Frucht des Weinstockes ist. Welche Früchte das sein können, haben die Kinder am zweiten Nachmittag überlegt und in eine Traube hineingeschrieben und an einem aufgemalten Weinstock befestigt. Höhepunkt dieses Nachmittags war die Pflanzung eines Rebstockes im Pfarrgarten.

Wo Mensche miteinander verbunden sind, bilden sie eine Art Netz. Ein solches Netz haben auch die Kinder am Mittwoch geknüpft und damit die Überleitung zur Begegnung der Jünger mit dem Auferstandenen am See Tiberias (vgl. Joh 21,1-14) geschaffen. Christen sind mehr als „kleine Fische“ und so hat jedes Kind einen eigenen Fisch gebastelt, der dann Platz in einem Netz gefunden hat. Dass der Fisch – und nicht das Kreuz- das älteste christliche Symbol ist, haben die Kinder dann auch noch so „nebenbei“ erfahren.

Dieses Netz mit den kleinen und großen, schuppigen und glatten, langen und runden, aber immer bunten Fischen bildete dann auch das Symbol für den Dankgottesdienst aller Kommunionkinder am Freitag Morgen in der Liebfrauenkirche.

Die deutlichste Gemeinschaft mit Jesus „passiert“ in der Kommunion, im Empfang des Brotes. Das haben auch die beiden Jünger auf dem Weg nach Emmaus (vgl. Lk 24,13-35) erfahren (dürfen). Mit handgemachten Puppen wurde diese Geschichte nachgespielt. Steine, die von den Kindern auf den Weg gelegt wurden, zeigten, wie schwer auch heute manche (Lebens-)Wege für Menschen sein können und wie wichtig gerade dann die Erfahrung von Gemeinschaft ist. Ausdruck dieser Gemeinschaft an diesem Nachmittag war das Teilen des vorher selbst gebackenen Brotes.

Kräftig mitgesungene Lieder, ein „ominöses“ Kartenspiel und viele Gespräche miteinander rundeten dieses Woche für die Kinder ab, so dass nicht wenige es bedauerten, dass am Donnerstag schon alles „vorbei“ war.

Um mit den „kleinen“ Bibelexperten mithalten zu können, mussten sich die Eltern am Donnerstagabend im Pfarrsaal schon etwas anstrengen. Zugegeben: den eigenen Namen mit hebräischen oder griechischen Buchstaben zu schreiben gehört ja auch nicht zu den alltäglichen Erfahrungen.

Aber alle Eltern haben diese Aufgaben mit Bravour gemeistert, ebenso ein Bibelpuzzle. Das abschließende Bibelquiz produzierte manche „Aha“-Effekte. So die Frage, ob denn der Zusatz zum „Vater unser“, nämlich das „Denn dein ist das Reich...“ bei Mt oder bei Lk zu finden sei. (weder noch!)

Seinen Abschluss fand dieser Teil der Aufbaukatechese mit einem Besuch des Bibelmuseums in Nimwegen. (www.bibelmuseum.nl) Dort gewannen Kinder und Eltern eine Vorstellung von dem Lebensraum, in dem die drei großen monotheistischen Religionen entstanden sind, auch wenn es zur Zeit Jesu wohl noch kein Eis am Stiel gegeben haben dürfte.
Vielen Dank an Beate Angenendt, Christiane Brähler, Hildegard Stöcker ,Maria Wissing für die Vorbereitung und Durchführung der Kinderbibelwoche.

Bilder von Hildegard Stöcker