Sonntagsgruß

In der vergangenen Woche waren Schwester Ulrike und ich mit meinem Auto unterwegs. Als wir einstiegen, lief im Radio das Lied „Sowieso“ von Marc Forster. Er beschreibt darin, dass im Leben nicht immer alles glatt läuft, dass es Verspätungen, Umwege, Planänderungen gibt, dass Leben Veränderung bedeutet. Im Refrain singt er: „Egal was kommt es wird gut, sowieso, immer geht ‘ne neue Tür auf, irgendwo. Auch wenn’s grad nicht so läuft, wie gewohnt, egal, es wird gut, sowieso.“
In dem Moment kam mir der Gedanke, dass ich solche Sätze gar nicht gerne höre, wenn es in meinem Leben mal „nicht so läuft wie gewohnt“ und es mir deswegen schlecht geht. Dass sich ein „es wird gut“ in dem Moment anfühlt wie eine leere Floskel, fast wie ein Schlag ins Gesicht. Und doch steckt so viel Wahres darin. Egal was passiert, das Leben geht eben immer irgendwie weiter und es wird auch irgendwie wieder gut, anders zwar, aber es wird gut. Mir fiel ein Satz von Sören Kierkegaard, einem dänischen Philosophen und Theologen, ein: „Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, …“ und das hab ich bereits einige Male erlebt, das ich erst im Nachhinein gemerkt habe, wofür das, was passiert ist, gut war. Daher gebe ich Marc Forster Recht: Jedes Leben braucht Veränderung – und Mut! Denn, auch wenn wir das Leben nur rückwärts verstehen
„…leben müssen wir es vorwärts“.
Einen schönen Sonntag und eine gute Woche wünscht
Lisa Meye, Pastoralreferentin für Believe – junge Kirche